BWVL-Chef kritisiert Verkehrspolitik

23.04.2009 16:45 Uhr
Maut
BWVL kritisierte die Belastung des Straßengüterverkehrs durch die höhere Abgaben als "verantwortungslos"

Zur Eröffnung des 14. Tages der Transportlogistik forderte Herbert Götz eine stärkere Entlastung des Straßengüterverkehrs

Bonn. Zur Eröffnung des 14. Tages der Transportlogistik in Bonn hat Herbert Götz, Präsident des Bundesverbandes Wirtschaft, Verkehr und Logistik (BWVL), die deutsche Verkehrspolitik aufgefordert, die Diskussion über immer höhere Gebühren für den Straßengüterverkehr einzustellen und die bestehende Abgabenlast zu reduzieren. Die zusätzliche Belastung durch die vom Bundesverkehrsministerium in der Konjunkturkrise beschlossene Erhöhung der LKW-Maut bezeichnete Götz als „verantwortungslos“. Damit sei dieser Wirtschaftsbereich zu einer Zeit diskriminiert worden, in der andere Sektoren bereits Hilfsgelder erhalten hätten. In diesem Zusammenhang sei es unredlich, die endlich realisierte Harmonisierung der Wettbewerbsbedingungen als Unterstützung des Straßengüterverkehrs zu preisen. Götz appellierte in Bonn sowohl an die überwiegend mittelständisch geprägte verladende Wirtschaft aus Industrie und Handel als auch an das Transportgewerbe, partnerschaftlich sowie mittel- und langfristig zu denken. Die Märkte müssten nach der Krise besser und effizienter funktionieren als zuvor. Abzulehnen sei kurzfristiges Profitdenken, welches global gesehen mit zur Konjunkturflaute geführt habe. Im Rahmen des 14. Tages der Transportlogistik verlieh der BWVL außerdem einen Preis für bemerkenswerte und zukunftsgerichtete Kooperationslösungen. Mit dem diesjährigen „Kooperationspreis Transport und Logistik“ ausgezeichnet wurden der Teleshopping-Anbieter QVC Deutschland und die Hermes Logistik Gruppe. Beide Unternehmen überzeugten die Jury mit einem außergewöhnlichen Partnerkonzept, durch das die Effizienz in der Logistik deutlich gesteigert werden konnte. (ag)

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