27.11.2008 |
Bund startet für 33 Millionen Euro neue Studie zum Donauausbau
Berlin/Straubing. Für den geplanten Donauausbau in Niederbayern sind weitere aufwendige Untersuchungen geplant. Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums vom Mittwoch werde die Studie für den Ausbau der Wasserstraße zwischen Straubing und Vilshofen 33 Millionen Euro kosten. Bei der Untersuchung soll herausgefunden werden, ob der Flussausbau mit oder ohne Staustufe erfolgen sollte.
Der Bau eines oder mehrerer Stauwehre an dem knapp 70 Kilometer langen Donauabschnitt ist seit Jahrzehnten umstritten, seit Ende der 90er Jahre hatte es deshalb bereits mehrere große Untersuchungen zum Donauausbau gegeben.
Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) begründete die neuen Untersuchungen, die mindestens drei Jahre dauern sollen, mit den unterschiedlichen Positionen zum Donauausbau. Daher werde die Studie auch von einer Kommission mit unterschiedlichen Interessensvertretern begleitet, sagte Tiefensee laut Mitteilung in Berlin. Die EU werde die Hälfte der Kosten übernehmen.
Während Binnenschiffer eine Kanalisierung der Donau fordern, um das häufig in Niederbayern herrschende Niedrigwasser zu beseitigen, sind Umweltschutzverbände strikt gegen den Bau von Staustufen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisierte Tiefensees Pläne entsprechend als "teuren Schildbürgerstreich", der einen Bundestagsbeschluss von 2002 unterlaufe.
Die damalige rot-grüne Bundesregierung hatte entschieden, dass an der Donau keine Staustufen gebaut werden. Die frühere CSU- Staatsregierung in München hatte dagegen zuletzt einen Ausbau mit einer Staustufe und einem Stichkanal bei einem kurvigen Flussabschnitt im Landkreis Deggendorf favorisiert. (dpa)
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