Hamburg. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) macht die Erforschung des Klimawandels auf Wasserstraßen und Schifffahrt zu einem Arbeitsschwerpunkt für die Zukunft. Die Hamburger Behörde beteiligt sich an einem entsprechenden Projekt des Bundesverkehrsministeriums (KLIWAS). Gemeinsam mit dem Seewetteramt des Deutschen Wetterdienstes untersuche man die Entwicklungen in Nord- und Ostsee, teilte BSH-Präsidentin Monika Breuch-Moritz am Dienstag in Hamburg mit. Mit regionalen Modellen sollen realistische Prognosen für den Verlauf des Klimawandels in Nord- und Ostsee sowie im Nordatlantik erstellt werden. Mit den Ergebnissen sollen Möglichkeiten für die Anpassung von Schifffahrt, Warn- und Beratungsdiensten, Fischerei, Energiegewinnung und Tourismus entwickelt werden, sagte der BSH-Klimaexperte Hartmut Heinrich. Die Forscher erwarten Ergebnisse zur langfristigen winterlichen Eisentwicklung, zu Veränderungen in den Strömungs- und Windverhältnissen sowie zum Einstrom von wärmerem Wasser aus dem Nordatlantik in Nord- und Ostsee. Ein besonderer Schwerpunkt soll auf Vorhersagen für extremen Seegang sein, sagte Heinrich. Besonders hohe Wellen richten in der Schifffahrt und an Offshorebauwerken erheblichen Schaden an. Im Projekt „KLIWAS“ arbeiten die Bundesanstalt für Gewässerkunde, die Bundesanstalt für Wasserbau, der Deutsche Wetterdienst und das BSH zusammen. Es soll bis Ende 2013 abgeschlossen sein. (dpa)
BSH erforscht Folgen des Klimawandels für die Schifffahrt
Prognosen zur Entwicklung in Nord- und Ostsee in Planung