16.06.2010 |

Bremerhaven soll Offshore-Spezialhafen werden

Bremerhaven. Das Land Bremen will in Bremerhaven einen neuen Hafen speziell für die Windkraft-Industrie bauen lassen. Das haben Landesregierung und Magistrat der Stadt Bremerhaven am Dienstag während einer gemeinsamen Sitzung vereinbart. Der neue Hafen soll in einem Naturschutzgebiet am Weserufer im Süden der Stadt entstehen, teilte Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) mit. Von dem neuen Terminal sollen vor allem Windkraftanlagen für den Einsatz auf hoher See zu den geplanten Windparks in der Nordsee verschifft werden. Der Hafen soll von privaten Investoren finanziert werden.

Auf dem sogenannten Offshore-Terminal sollen nach dem Willen der Landesregierung bereits ab 2014 jährlich rund 150 der bis zu 160 Meter hohen Windräder umgeschlagen werden. Damit werde Bremerhavens führende Rolle für die Windkraftbranche gestärkt.

Bevor das Hafenprojekt realisiert werden kann, müsste allerdings noch eine Reihe von Problemen gelöst werden, räumte Günthner ein. Unter anderem müsse für eine seltene Vogelart in dem unter Naturschutz stehenden Ufergebiet eine neue Heimat gefunden werden.

Für den neuen Hafen muss den Angaben zufolge auch die Hauptlandebahn des benachbarten Flughafens Luneort aufgeben werden. Außerdem werde der Ankerplatz für Frachtschiffe auf der Weser vor dem Hafen verkleinert.

Einen alternativen Standort auf einer nahe gelegenen Landfläche hatte der Senat mit Hinweis auf noch gravierende ökologische Auswirkungen abgelehnt. In der Nähe des geplanten Terminals befinden sich die Produktionsstätten mehrerer große Anlagenhersteller. Bis zur Fertigstellung des neuen Terminals sollen sie ihre Windräder über den zehn Kilometer entfernten Containerhafen verschiffen lassen. (dpa)

 
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16.06.2010Artikelinformationen

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