Bremen. Die Bremer Schifffahrtsunternehmen erweisen sich in der Krise wetterfester als ihre Konkurrenten. Wie am Mittwoch aus einer Mitgliederbefragung des Bremer Rhedervereins hervorging, sind von den 370 bereederten Schiffen nur knapp 15 ohne Beschäftigung. Betroffen seien vor allem kleinere Containerschiffe. Rund 25 Schiffe der befragten Reeder könnten aufgrund schlechter Bezahlung nicht ihre Betriebskosten decken. Damit sind lediglich rund zehn Prozent der in Bremen und dem Unterwesergebiet bereederten Schiffe stärker von der Wirtschaftskrise betroffen. Dass die Bremer Reedereien die Auswirkungen der Krise bisher nur gering zu spüren bekommen, liege vor allem an der Struktur ihrer Flotten: Rund 40 Prozent der Handelsflotte sind nach Angaben des Bremer Rhedervereins Containerschiffe. Jeweils zirka 17 Prozent fallen auf Schwergutschiffe sowie diverse Tankertypen. Fünf Prozent der Flotte sind Bulker, also Schiffe für Massengüter. Das letzte Drittel der Flotte besteht aus Multipurpose-Schiffen, Schleppern und Forschungsschiffen. In Hamburg liege der Anteil der Containerschiffe bei über 70 Prozent. Daher hätten viele Hamburger Reeder besonders unter dem derzeitigen Ladungsmangel und Überhang an Schiffsraum zu leiden. Der Vorsitzer des Bremer Rhedervereins, Thorsten Mackenthun, ist froh über die heterogene Struktur der Bremer Handelsflotte: „Zwar ließ die Containerschifffahrt jahrelang hohe Gewinne erwarten, in der gegenwärtigen Marktlage erweisen sich die anderen Sektoren der Schifffahrt aber als stabilisierendes Element.“ (ag)
Bremer Reeder meistern die Krise
Laut einer Verbandsumfrage sind sind nun rund zehn Prozent der in Bremen und dem Unterwesergebiet bereederten Schiffe stärker von der Wirtschaftskrise betroffen