16.06.2010 |
Biek erarbeitet Sicherheitsmaßnahmen für Kleintransporter
Berlin. Der Bundesverband Internationaler Express- und Kurierdienste (Biek) hat einen Maßnahmenkatalog für mehr Sicherheit bei Kleintransportern vorgelegt. Mit dem Papier will der Verband nach eigenen Angaben über die eigenen Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit auf den Straßen informieren und darüber hinaus andere Verkehrsteilnehmer zu gleichen Maßnahmen auffordern.
Insgesamt umfasst der Katalog sechs Empfehlungen:
1. Schulung von unternehmenseigenem Personal hinsichtlich Fahrsicherheit und Ladungssicherung
2. Anhalten der Fahrer zur strikten Einhaltung der Straßenverkehrsordnung
3. Verstärkte unternehmensinterne Sanktionierung bei Fehlverhalten
4. Einwirken auf Subunternehmer, qualifizierte Fahrer zu beschäftigen
5. Einsatz von Ladungssicherungssystemen in Kleinlastern
6. Umfangreiche Darstellung vorhandener und bereits durchgeführter Sicherheitsprogramme in der Öffentlichkeit
Der Biek kritisiert in seinem Papier zudem die Forderung nach einer Einführung eines Tempolimits für Transporter. Sinnvolle Maßnahmen zur Verbesserung des Fahr- und Ladungsverhaltens würden durch ein solches Vorgehen in den Hintergrund gedrängt, heißt es. In der KEP Branche sind nach Angaben des Biek rund 50.000 Fahrzeuge zwischen 2,8 und 3,5 Tonnen zulässigem Höchstgewicht im Einsatz. Da diese vor allem innerorts im Auslieferverkehr eingesetzt würden, sei eine Vielzahl der Transporter aus ökonomischen Gründen gedrosselt. Lediglich circa fünf Prozent der Fahrzeuge werde in höheren Geschwindigkeitsbereichen gefahren. Damit greife ein Tempolimit ins Leere. (sb)
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