Frankfurt/Main. Die deutschen Transportunternehmen kämpfen mit steigenden Kosten bei stagnierenden Umsätzen. Dies ergibt die aktuelle Konjunkturanalyse des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) für das 4. Quartal 2007. Demnach war die allgemeine Geschäftslage geprägt von anhaltenden überstarken Kostensteigerungen, verbunden mit deutlichen Anzeichen eines nachlassenden Wirtschaftswachstums. Knapp 20 Prozent der Unternehmen konnten laut Analyse im Vergleich zum vorhergehenden Quartal ihren Umsatz steigern. Bei 21,5 Prozent sank der Umsatz. 27 Prozent bewerteten ihr Betriebsergebnis als schlecht. Nur zwölf Prozent stuften es als gut ein. 82,5 Prozent aller befragten Firmen hatten im 4. Quartal 2007 mit gestiegenen Gesamtkosten zu kämpfen. Jedes fünfte Unternehmen war laut BGL darüber hinaus mit einer sich verschlechternden Zahlungsmoral seiner Kunden konfrontiert. Die Hauptgründe für den Kostenanstieg lagen bei gestiegenen Treibstoffkosten (88,5 Prozent), erhöhten Fahrzeugkosten (66 Prozent) sowie bei knapp 38 Prozent der Befragten höheren Personalkosten. Zwölf Prozent der befragten Transportunternehmer erhöhten laut BGL Ende 2007 ihre Fuhrparkkapazität, während gut sechs Prozent ihre Kapazität zurückfuhren. Im Vorquartal erhöhten noch 16 Prozent der Betriebe die Kapazität, für das kommende halbe Jahr planen sogar nur zehn Prozent mit einem Wachstum. Im 4. Quartal 2007 setzte sich beim Personalbestand die Entwicklung aus den sechs Vorquartalen fort: 18,5 Prozent der befragten Betriebe (Vorquartal: 24,5 Prozent) stellten zusätzliche Fahrer ein und 7,5 Prozent (Vorquartal: 5 Prozent) trennten sich von Fahrpersonal. Hier schlagen sich nach BGL-Aussagen die Änderungen der EU-weiten Arbeits- und Sozialvorschriften ebenso nieder, wie die Fuhrparkkapazitätserweiterungen. (sb)
BGL: Konjunktur flacht ab
Konjunkturanalyse für 4. Quartal 2007 vorgestellt: Transportbranche leidet unter wachsendem Kostendruck