21.04.2010 |

BGA: Auswirkungen der Luftraumsperrung nicht dramatisieren

Berlin: Der Bundesverband des Groß- und Außenhandels (BGA) hat davor gewarnt, die Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft durch die tagelange Luftraumsperrung zu dramatisieren. Nur zwei Prozent des Warenverkehrs im Außenhandel würden über die Luft abgewickelt, gemessen am Gewicht der Güter. Die meisten Waren würden per Schiff, Bahn oder Lastwagen transportiert. Der BGA berief sich dabei auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden. „Die Auswirkungen der Aschewolke auf die deutsche Wirtschaft sind bislang nicht so gravierend wie oftmals dargestellt. Man sollte die Probleme nicht kleinreden, aber auch nicht größer, als sie in der Tat sind“, sagte BGA-Präsident Anton Börner.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hatte am Montag berichtet, etwa 35 bis 40 Prozent des deutschen Exporte würden per Flugzeug transportiert, sich dabei aber auf den Wert der Güter bezogen. Auf dieser Basis berechnete der DIHK einen täglichen Umsatzverlust für die deutschen Unternehmen durch das Flugverbot von einer Milliarde Euro. Der Verband wies aber auch darauf hin, dass ein großer Teil davon nach Freigabe der Flugverkehrs wieder hereingeholt werden könne. (dpa)

 
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