Beamtenbund unterliegt im Streit mit GDBA

11.01.2010 17:10 Uhr
Klaus-Dieter-Hommel
Klaus-Dieter Hommel, GDBA-Chef, fürchtet, dass ein Großteil "nie wieder in eine Gewerkschaft eintreten" wird
© Foto: ddp/Axel Schmidt

Der Beamtenbund erkennt eine einstweilige Verfügung der GBDA an und nutzt deren Mitgliederdaten nicht mehr für Anschreibeaktionen

Frankfurt/Main. Der Deutsche Beamtembund (DBB) nutzt für Anschreibeaktionen künftig keine Mitgliederdaten mehr von der Verkehrsgewerkschaft GDBA. Dies hat ein Anwalt des DBB vor dem Landgericht Frankfurt erklärt. Der Beamtenbund erkennt damit einen der Punkte an, den die GDBA in einer einstweiligen Verfügung beantragt hat. Die GDBA hat bereits mehrere einstweilige Verfügungen vor verschiedenen Gerichten beantragt. Sie wehrt sich auch gegen die Behauptung des DBB, dass sie sich bereits mit Transnet zusammengeschlossen habe. Klaus-Dieter Hommel, Vorstand der GDBA, habe auf die Teilnahme an der Jahrestagung des DBB verzichtet, um bei der Anhörung in Frankfurt dabei sein zu können. "Wir sind zwar kurzfristig wieder nach Köln eingeladen worden", macht Hommel auf der Hompage des GDBA deutlich. "Für unsere Arbeit war es aber wichtiger, die Einschätzung des Gerichts in dieser Frage zu hören". Der DBB habe der GDBA geschadet und dazu geführt, dass die Gewerkschaft bis heute 2000 Mitglieder verloren habe. "Ich fürchte, ein Großteil dieser Menschen wird nie wieder in eine Gewerkschaft eintreten. Viele sind den ganzen Hickhack einfach leid sind", macht Hommel deutlich. Das Landgericht Frankfurt spricht sein Urteil am 15. Januar. (beg)

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