Frankfurt/Main. Im Streit mit ihrem bisherigen Dachverband Deutscher Beamtenbund (dbb) hat die Eisenbahnergewerkschaft GDBA den Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar eingeschaltet. Dieser müsse den vermuteten Missbrauch der Mitgliederdatenbank aufklären, verlangte Gewerkschaftschef Klaus-Dieter Hommel am Donnerstag in Frankfurt. Zuvor hatte die GDBA bereits in Berlin Strafanzeige gegen den kompletten dbb-Vorstand gestellt. Hintergrund des Streits ist die Annäherung der GDBA an die weitaus größere Verkehrsgewerkschaft Transnet, die der Konkurrenzorganisation Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) angehört. Der Beamtenbund hatte die GDBA daraufhin am Donnerstag vergangener Woche ausgeschlossen und gleichzeitig zahlreiche GDBA-Mitglieder angeschrieben und ihnen den Verbleib im dbb angeboten. Dabei habe man nicht auf die Mitgliederdaten zugegriffen, hatte der Beamtenbund am Mittwoch erklärt. Vielmehr seien die Abonnenten der Mitgliederzeitschrift angeschrieben worden. (dpa)
Bahngewerkschaft GDBA schaltet Datenschützer ein
Peter Schaar soll vermuteten Missbrauch der Mitgliedsdatenbank aufklären