Automobilspediteure rechnen mit Durchschnittsmaut von 18,7 Cent

24.10.2008 10:14 Uhr
LKW-Maut
Logistiker im Bereich der Fahrzeugdistribution rechnen mit einem Mautkostenanstieg (Bild: ddp)
© Foto: ddp

Mitgliederbefragung des Vereins Automobillogistik: Mitgliedsfirmen müssen voraussichtlich mit einem Anstieg der Mautkosten um durchschnittlich 50,8 Prozent kalkulieren

Bonn. Die deutschen Fahrzeuglogistiker müssen bei der von der Bundesregierung geplanten Erhöhung der Lkw-Maut ab Januar 2009 mit einem durchschnittlichen Mautsatz von 18,7 Eurocent pro mautpflichtigem Kilometer rechnen. Das ergibt eine Umfrage, die der Verein Automobillogistik im BSL (AML) bei seinen Mitgliedern hinsichtlich ihrer Flottenzusammensetzung durchgeführt und im Rahmen einer Mitgliederversammlung im Vorfeld des Unternehmertages des Deutschen Speditions- und Logistikverband (DSLV) am vergangenen Freitag in Mannheim vorgestellt hat. „Unsere Mitgliedsfirmen müssen voraussichtlich mit einem Anstieg der Mautkosten um durchschnittlich 50,8 Prozent kalkulieren. Ausgangsbasis ist für uns dabei noch die Durchschnittsmaut von 12,4 Eurocent pro Kilometer, da die Mauterhöhung des Jahres 2007 auf 13,5 Eurocent nicht weitergereicht wurde“, kommentiert Konrad Lehner, Vorsitzender des AML, die internen Untersuchungsergebnisse. Dies werde vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden Marktentwicklung im Automobilsektor sicherlich keine leichte Aufgabe. Die Hersteller müssten jedoch bedenken, dass es keine weiteren Kostensenkungspotentiale bei den Fahrzeugspediteuren mehr gebe. Diese seien durch den Anstieg der Dieselkosten und die Umstellung auf neue Arbeitszeitmodelle bereits weitgehend aufgebraucht. „Was jetzt zählt, ist ein vertrauensvoller Dialog zwischen uns und unseren Kunden.“ Der AML begründet die eigene Betrachtung der zu erwartenden Mautkosten mit der besonderen Fahrzeugstruktur seiner Mitglieder. Dabei handelt es sich um Spezialtransporter, deren Aufbauten mit hochwertiger Hydrauliktechnik ausgestattet sind. Die Fahrzeuge sind wesentlich teurer in der Anschaffung als normale Lkw und müssen daher etwas länger halten. Derzeit betrüge der Anteil der Euro-3-LKW in der AML-Flotte noch 51 Prozent. Doch auch die Euro-4- und 5-LKW machten bereits knapp 45 Prozent aus. (ag)

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