Essen. Das Handels- und Touristikunternehmen Arcandor hat für weitere 15 Tochter-Gesellschaften aus dem Bereich Handel Insolvenzanträge wegen drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt. Es handelt sich dabei „maßgeblich um Gesellschaften, die Dienstleistungen oder andere Leistungen nahezu ausschließlich für die bereits insolventen Kernunternehmen erbringen“, wie der Konzern am Mittwoch in Essen mitteilte. Betroffen sind 6700 Beschäftigte. Nach den vergangene Woche gestellten Insolvenzanträgen für die Hauptgesellschaft Arcandor AG sowie für Karstadt, Quelle und die Versandhandels-Dachgesellschaft Primondo steigt damit die Zahl der gefährdeten Arbeitsplätze auf knapp 50.000. Insolvenz wurde am Mittwoch angemeldet für folgende Gesellschaften: Corporate Service Group GmbH (Koordination weltweiter Einkauf), Primondo Operations GmbH mit ihren angeschlossenen neun Gesellschaften der Logistik und der Call Center, die Primondo Management Service GmbH, die Foto Quelle GmbH, die Profectis GmbH (technischer Kundendienst) sowie die Europapier (Belgien). Im Rahmen des vorläufigen Insolvenzverfahrens werde der Geschäftsbetrieb der operativen Gesellschaften in vollem Umfang aufrecht erhalten, hieß es. Für die Mitarbeiter solle unverzüglich das Insolvenzgeld für die Monate Juni, Juli und August vorfinanziert werden. Ausdrücklich nicht von der Insolvenz betroffen blieben, so Arcandor, Thomas Cook, HSE24 und der Primondo Spezialversand. (dpa/pi)
Arcandor stellt Insolvenzantrag für 15 weitere Töchter - Logistik bleibt nicht verschont
Auch die Primondo Operations GmbH mit ihren angeschlossenen neun Gesellschaften der Logistik und der Call Center ist betroffen