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Michael ten Hompel Fraunhofer IML Zukunftskongress 2021

Setzt bei der Schaffung einer Silicon Economy auf den Open-Source-Ansatz: Professor Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IML

©Fraunhofer IML

Zukunftskongress Logistik läuft

Bis zum heutigen Mittwoch findet der Zukunftskongress Logistik – 39. Dortmunder Gespräche in digitaler Form statt. Das Motto in diesem Jahr: „Never walk alone – KI, 5G und Blockchain mit Open Source und Open Innovation gemeinsam meistern“.

Dortmund. Bis zum 16. September beleuchten Referenten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik auf dem digitalen Zukunftskongress Logistik – 39. Dortmunder Gespräche die Chancen gemeinsamer Innovationen in einer digitalen Plattformökonomie. Der vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML und dem Digital Hub Logistics veranstaltete Kongress steht in diesem Jahr unter dem Motto „Never walk alone – KI, 5G und Blockchain mit Open Source und Open Innovation gemeinsam meistern“.

"Open Source markiert einen Paradigmenwechsel in der Logistik"

Professor Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IML, erläuterte in seinem Eröffnungsvortrag, wie sich mit Hilfe von Open Source und Open Innovation die Potenziale von Technologien wie Künstliche Intelligenz, 5G und Blockchain gemeinsam heben lassen. „Das klare Bekenntnis führender Logistikunternehmen zu Open Source markiert einen Paradigmenwechsel in der Logistik. Nur so wird es gelingen, die Möglichkeiten der Digitalisierung auszuschöpfen und gemeinsam das Ecosystem einer zukünftigen Silicon Economy zu gestalten – und eine europäische Antwort auf die rasanten Entwicklungen in den USA oder China zu geben“, so ten Hompel.

Im Anschluss folgten neben einem Grußwort von Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, eine Keynote von Reinhold Achatz, ehemals Thyssenkrupp, zum Thema „Datenräume – ein neues Paradigma für souveränen Datenaustausch“ sowie eine Podiumsdiskussion zum Thema „Digitalisierung – gemeinsame Herausforderungen gemeinsam meistern“ mit Professor ten Hompel, Reinhold Achatz, Stephan Peters, Vorstandsmitglied bei Rhenus, und Gordon Riske, Vorsitzender des Vorstands bei der Kion Group. Weitere Schwerpunktthemen am ersten Kongresstag waren Nachhaltigkeit in der Logistik sowie die Blockchain.

Blockchain-Device für Gefahrgut-Transporte

Auf dem Kongress wurde zudem ein Prototyp der Blockchain-Anwendung „Dragon" vorgestellt, mit dem sich Gefahrgut-Transporte rechts- und manipulationssicher organisieren lassen sollen. Mit der Lösung, die laut Fraunhofer IML auf allen handelsüblichen mobilen Endgeräten läuft, sollen künftig relevante Begleitdokumente aus der Blockchain abgerufen, Ereignisse kontinuierlich getrackt und sogenannte Smart Contracts ausgelöst werden. „Der Ansatz 'Bring your own Device' macht es möglich, das große Potenzial der Blockchain-Technologie in die operative Gefahrgutlogistik zu bringen“, sagte Professor Michael Henke, einer der drei Institutsleiter des Fraunhofer IML.

Als weiteres Anwendungsszenario für die Blockchaintechnologie in der Logistik sieht Henke das Zollthema. So könnten die Abermillionen Ausfuhrdokumente, die beim Transport in Nicht-EU-Drittstaaten anfallen und heute größtenteils noch auf Papier abgewickelt werden, per Blockchain digitalisiert werden.

Digital Logistics Awards vergeben

Auch die Preisträger des Start-up-Wettbewerbs Digital Logistics Awards 2021 wurden am ersten Kongresstag gekürt: Die Start-ups Manyfolds, logistics.cloud und AllRead MLT haben es auf die ersten drei Plätze des Wettbewerbs um die innovativsten digitalen Lösungen für die Logistik geschafft und konnten somit Preisgelder im Gesamtwert von 22 000 Euro entgegennehmen. Erstmals gab es auch eine Sonderehrung in der Kategorie „Smart Logistics in Africa“. Als Gewinner in dieser Kategorie wurde das Unternehmen Chekkit Technologies aus Nigeria ausgezeichnet.

FTS im Schwarm 

In den themenspezifischen Sequenzen des Fraunhofer-Symposiums am zweiten und dritten Kongresstag geht es um Themen wie AGV-basierte Kommissionierung, Gamification, Blockchain-Start-ups, KI in der Logistik, multimodale Transportketten und nachhaltige Logistikstandorte. Zudem werden in einer „Digital Sandbox“ an allen drei Kongresstagen aktuelle Innovationen aus dem Fraunhofer IML vor. Dazu gehören unter anderem die autonomen FTS "LoadRunner", die mit High-Speed im Schwarm unterwegs sind und künftig in einem gemeinsamen Enterprise Lab mit der Kion Group weiterentwickelt werden sollen. (mh)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special LOGISTIKREGION NORDRHEIN-WESTFALEN.

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