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Logistiktram

Im Mehrzweckraum einer Tram könnten zukünftig kleine Container durch die Stadt transportiert werden

©Silas Stein/dpa/picture-alliance

Zukunft der Tram: Container statt Kinderwagen?

Die sogenannte Gütertram soll einen nachhaltigen Warentransport in Städten ermöglichen.

Frankfurt am Main. Wie klimafreundlicher Warentransport in Großstädten aussehen könnte, hat die Frankfurter Verkehrsgesellschaft (VGF) am Dienstag, 28. September, bei einer Demofahrt gezeigt. Zur Eröffnung der Nationalen Radlogistik-Konferenz in Frankfurt verlud die VGF Container eines Lastenrad-Herstellers in eine Straßenbahn. „So könnten etwa auch Briefe oder andere Waren emissionsarm und platzsparend ihren Weg durch die Stadt finden“, sagte Silke Höhn von der VGF.

Die Container mit einem Fassungsvermögen von 2,1 Kubikmetern und einer Länge von 1,7 Metern passen in den Mehrzweckbereich von Straßenbahnen. Wo sonst etwa Kinderwägen abgestellt werden, könnten stattdessen bald Container ihren Platz finden. Nach dem Transport per Tram sollen die Behälter auf Rollen an üblichen Haltestationen von einem Lastenradkurier in Empfang genommen werden. Die Radfahrer können die Güter dann an Unternehmen oder Haushalte ausliefern.

Die VGF will die Gütertram auch für unternehmensinterne Vorhaben nutzen. Die Straßenbahn soll etwa über die Stadt verteilte Betriebswerkstätten anfahren und mit Post, Werkzeugen oder benötigten Ersatzteilen beliefern. Ein ähnliches Projekt stellte das Unternehmen bereits 2018 vor. Dabei testete die VGF in Zusammenarbeit mit der Stadt und einem Paketzusteller eine klimafreundliche Postzustellung.

Im März hatte die Stadt Karlsruhe bereits ein ähnliches Projekt „LogiTram“ getestet. (ste/dpa)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special KEP – KURIER-, EXPRESS-, PAKETDIENSTE.

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