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Rickmers-Linie

Zeaborn übernimmt den Geschäftsbetrieb von Rickmers-Linie als Liniencarrier

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Zeaborn angelt sich Rickmers-Linie

Die Bremer Reederei Zeaborn übernimmt das Liniengeschäft der Rickmers-Linie sowie deren Tochtergesellschaften MCC Marine und NPC Projects.

Bremen/Hamburg. Zeaborn ist auf Expansionskurs: Wie das Bremer Schifffahrtsunternehmen und die Rickmers Holding AG am Donnerstag mitteilten, übernimmt Zeaborn den Geschäftsbetrieb von Rickmers-Linie als Liniencarrier sowie den gesamten Geschäftsbetrieb der MCC Marine Consulting & Contracting GmbH & Cie. KG, die sich mit dem Einkauf von Bunker und mit Chartering Brokerage für das Segment befasst. Die Transaktion umfasst zudem die im Juli letzten Jahres durch die Rickmers-Linie erworbene, in der weltweiten Trampfahrt tätige NPC Projects A/S.

Nach Angaben der Rickmers-Gruppe werde der Verkauf des Geschäftsbereichs Rickmers-Linie keine Auswirkungen auf das Personal, die Routen und die langfristig gecharterte Tonnage des Liniencarriers haben. Bertram R.C. Rickmers werde künftig privat als Minderheitsgesellschafter an der neuen Eigentümergesellschaft der verkauften Geschäftsaktivitäten beteiligt sein. Das Hamburger Unternehmen will sich nach eigenen Angaben künftig auf die Aktivitäten der Segmente Maritime Assets und Maritime Services konzentrieren.

Kombinierte Flotte von rund 50 Schiffen

Die entsprechenden Verträge zwischen der Rickmers Gruppe und Zeaborn wurden am 7. Februar 2017 unterzeichnet, über die Details der Kaufpreises wurde Stillschweigen vereinbart. Der Vollzug der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Freigabe.

Zeaborn vergrößert sich durch die Übernahme von Rickmers-Linie mit Büros in Belgien, China, Dänemark, Deutschland, Japan, Korea, Singapur, Thailand und den USA deutlich: Nach Unternehmensangaben verfügen Zeaborn und die Rickmers-Linie (mit NPC und MCC) weltweit über ein Team von fast 200 Mitarbeitern und eine kombinierte Flotte von rund 50 Mehrzweckschiffen, mit Tragfähigkeiten zwischen 7500 und 30.000 Tonnen, bei einer kombinierten Hebekapazität von bis zu 700 Tonnen.

„Ein Glücksfall“

„Mit dem Wachstum unserer Flotte standen wir vor der Herausforderung, eine globale Organisation aufzubauen. Jeder, der die Schifffahrt kennt, weiß, dass dies in unseren Zeiten eine sehr herausfordernde Aufgabe ist. Insofern ist es für unsere Entwicklung zur rechten Zeit ein Glücksfall, dass die Rickmers-Linie zur Disposition stand“, kommentiert Jan Hendrik Többe, geschäftsführender Gesellschafter von Zeaborn, die Übernahme.

Laut Ulrich Ulrichs, CEO der Rickmers-Linie, bekomme das Unternehmen durch die Transaktion „die richtigen Partner, um in der aktuell schwierigen Marktsituation die Konsolidierung der Schwergutschifffahrt aktiv zu gestalten, und unseren Kunden auf wirtschaftlich stabiler Basis hervorragenden Service, Sicherheit und Zuverlässigkeit zu bieten.“ (mh)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special SEEFRACHT & HÄFEN.

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Seefracht & Häfen, Logistikregion Bremen-Bremerhaven, Logistikregion Hamburg


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