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Die Beteiligten freuen sich über den ersten entladenen Autozug am Nordfrost-Seehafen-Terminal

©Nordfrost/ Björn Lübbe

Wilhelmshaven stärker in Überseeverkehre einbinden

Mit der Ankunft eines ersten Zuges wurde das Nordfrost-Bahngleis am Seehafen-Terminal in Wilhelmshaben in Betrieb genommen.

Wilhelmshaven. Mit einer ersten Nutzung wurde die neue Bahnanlage von Nordfrost in Wilhelmshaven eingeweiht, die das Seehafen-Terminal des Unternehmens mit dem öffentlichen Bahnnetz verbindet. Der erste Zug brachte 18 Waggons, beladen mit knapp 200 neuen Pkw des Herstellers Audi auf die insgesamt etwa zwei Kilometer lange Bahnanlage. Aus Norden kommend ging es geradeaus in das 33 Hektar große Gelände von Nordfrost hinein, parallel zur Grenze des benachbarten Hafenumschlagsbetriebes und entlang der neuen Schwerguthalle des Unternehmens.

„Diese erste Zugankunft ist der Auftakt für viele weitere Bahnverkehre am Nordfrost-Seehafen-Terminal“, sagte Britta Bartels, geschäftsführende Gesellschafterin von Nordfrost. Sie weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass das unternehmenseigene Gleis sämtlichen Verladern zur Verfügung steht, samt Freilagerfläche. „Wir unterstützen je nach Bedarf mit unseren Dienstleistungen die Verladetätigkeiten.“

Kombinierte Verkehre anbieten

Nordfrost wird künftig im Rahmen des Supply Chain Management kombinierte Verkehre unter Einbindung der Bahn für ihre Kunden gestalten. Neben dem Equipment, das für rollende Ladung, wie Pkw, benötigt wird, stehen dafür spezialisierte Containerstapler zur Verfügung, mit denen Container auf den Zug bzw. vom Zug verladen werden können. Ein Gleis verläuft direkt durch die neue Schwerguthalle. Per Bahn ankommende Komponenten können in der 8000 Quadratmeter großen Halle per Deckenkran entladen und leicht gehandelt werden. Alle drei Hallenschiffe verfügen über Kräne mit einer Tragkraft von bis zu 120 Tonnen, so dass Teile hier zu größeren Einheiten montiert und auf einen sicheren Seetransport vorbereitet werden können.

„Der Containerhafen Wilhelmshaven ist im Interesse der im- und exportierenden Wirtschaft viel stärker in die Überseeverkehre einzubinden“, fordert Britta Bartels. „Hier gibt es noch Entwicklungsmöglichkeiten und eine schnelle Abwicklung von Überseeverkehren. Aktuell erleben wir zahlreiche ungeplante Schiffsankünfte am deutschen Container-Tiefwasserhafen und unterstützen die betroffenen Verlader mit überzeugenden Lösungen für die Entladung bzw. Zustellung von Containern. Wir sind zuversichtlich, dass das Potenzial des Hafens jetzt zunehmend von Reedern und Verladern erkannt wird.“ (tb)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special SEEFRACHT & HÄFEN.

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