Als Tiefwasserhafen wird der JadeWeserPort von der wachsender Zahl großer Containerschiffe profitieren

©Picture Alliance/dpa/Ingo Wagner

Wilhelmshaven hofft auf P3-Allianz

Der JadeWeserPort rechnet bei einem Zustandekommen der P3-Allianz mit einem sprunghaften Anstieg des Containerumschlags.

Wilhelmshaven. Im Moment sind die 400 Mitarbeiter des Terminalbetreibers Eurogate nur selten beschäftigt. Weil zu wenige Containerschiffe kommen, haben sie seit Monaten Kurzarbeit. Das könnte sich ändern, wenn die Allianz der weltgrößten Container-Reedereien die Hürde des Kartellrechts nimmt. „Sollte es zu der Allianz von Maersk Line, MSA und CMA CGM kommen, haben wir die Chance, zusätzliche Ladung in Wilhelmshaven umzuschlagen und können auch Verladern zusätzliche attraktive Verbindungen bieten“, sagt Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD).

Branchenexperten gehen davon aus, dass die größten Containerschiffe der Welt Wilhelmshaven künftig öfter ansteuern, weil sie Bremerhaven und Hamburg nur begrenzt erreichen können. Nach Informationen aus Schifffahrtskreisen kommen bis Ende 2015 mehr als 40 Schiffe mit mehr als 17.800 TEU auf den Markt.

Zuversichtlich zeigt sich auch der Bremer Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD). Er geht davon aus, dass der JadeWeserPort mit anhaltendem Wirtschaftswachstum seien Position am Markt finden wird.

Für die dem Land Niedersachsen gehörende Logistikzone sind die Aussichten offensichtlich weniger gut. Bisher hat dort nur Nordfrost gebaut – und beklagt sich bitter über die Flaute. Wirtschaftsminister Lies setzt hier auf das Team um den neuen Chef der JadeWeserPort Logistics Zone GmbH, Andreas Bullwinkel. „Die neuen Mitarbeiter gehen jetzt Klinkenputzen, klappern buchstäblich jeden Verlader und Spediteur aus der Region ab.“ Es werde um jeden Container gekämpft, aber es werde aber noch einige Zeit dauern, bis sich Vermarktungserfolge auch in der Logistikzone zeigen.  (dpa)  

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