Michael Westhagemann

Hamburgs Wirtschaftssenator Michael Westhagemann ist dafür, dass die marode Köhlbrandbrücke durch einen Tunnel ersetzt wird

©Daniel Bockwoldt/dpa/picture-alliance

Westhagemann favorisiert Tunnel für Köhlbrandbrücke

Maßgeblich seien aber die fachliche Bewertung und auch die Kosten, sagt Hamburgs Wirtschaftssenator. Das letzte Wort hat die Bürgerschaft, die das Geld für das Bauprojekt freigeben muss.

Hamburg. Hamburgs Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) favorisiert eine Tunnellösung als Ersatz für die Köhlbrandbrücke. „Ich persönlich bevorzuge diese Ersatz-Variante für die aktuelle Köhlbrandbrücke. Maßgeblich sind aber die fachliche Bewertung und auch die Kosten“, sagte Westhagemann der „Hamburger Morgenpost“ (Montag-Ausgabe). Entschieden sei noch nichts.

„Wir werden uns auf eine Variante festlegen, ja. Das letzte Wort hat natürlich immer die Bürgerschaft, die die erforderlichen Haushaltsmittel genehmigen muss“, betonte er. Aktuell liefen Gespräche zur Finanzierung mit dem Bund. „Hamburg ist zwar wirtschaftsstark, dennoch wäre ein derartiges Projekt für uns alle eine große Herausforderung. Unser Ziel ist daher, dass der Bund sich beteiligt. Alles andere ist derzeit Spekulation“, führte Westhagemann aus. Parallel liefe das Planungsverfahren.

Fachleute sind auch für einen Tunnel

Zuletzt hatte die CDU-Bürgerschaftsfraktion den Senat zu einer schnelleren Entscheidung über den Ersatz für die Brücke gedrängt. Angesichts des schlechten baulichen Zustands könnte die restliche Lebensdauer nicht mehr bis 2030 reichen. Zur Wahl stehen eine neue Brücke oder ein Tunnel, wobei der Tunnel von den meisten Fachleuten favorisiert wird. Er wäre vermutlich teurer in der Errichtung, aber günstiger im Unterhalt und würde den Planern mehr Möglichkeiten eröffnen.

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special LOGISTIKREGION HAMBURG.

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