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Die Fregatte Niedersachsen war an der Mission Atalanta beteiligt

©Picture Alliance/dpa/Ingo Wagner

Weniger Piratenangriffe

Trotz eines Rückgangs der Piraterie wird weiterhin vor allem in den Gewässern vor Somalia und im Golf von Guinea vor der Westküste Afrikas zu Vorsicht gemahnt.

Paris. Nach Berechnungen des Schifffahrtsbüros der Internationalen Handelskammer (IMB) in Paris ist die Zahl von Piratenangriffen auf Handelsschiffe so niedrig wie seit sieben Jahren nicht mehr. In den ersten neun Monaten dieses Jahres gab es 188 Fälle von Piraterie, bei denen 266 Menschen als Geiseln genommen wurden, 34 davon wurden entführt. Ein Seemann wurde getötet, 20 weitere bei den Piratenangriffen verletzt. Ein Besatzungsmitglied wird noch vermisst. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 233 Piratenangriffe mit 458 betroffenen Geiseln.

Bei den Zwischenfällen wurden zehn Schiffe gekapert, 17 beschossen und 140 geentert. In 21 Fällen konnten die Angriffe abgewehrt werden. „Obwohl die Zahl der Angriffe insgesamt zurückgegangen ist, bleibt die Gefahr von Attacken“, warnte IMB-Direktor Pottengal Mukundan in einer am Donnerstag verbreiteten Stellungnahme des Schifffahrtsbüros. Vor allem in den Gewässern vor Somalia und im Golf von Guinea vor Westafrika sollten Kapitäne und Schiffseigner bei der Passage weiter vorsichtig sein.

Vor der somalischen Küste ist unter anderem die Bundeswehr seit 2008 im Rahmen einer Aktion der Europäischen Union im Einsatz gegen Piraten. An der Mission Atalanta im Indischen Ozean ist eine Fregatte der Marine beteiligt.  (dpa)

 

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special SEEFRACHT & HÄFEN.

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Seefracht & Häfen, Kriminalität und Sicherheit in Transport & Logistik, Bundeswehr


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