Nach Ansicht der Bürgerinitiativen ist der Neubau einer Bahntrasse durchs Inntal unnötig

©Matthias Balk/dpa/picture-alliance

Weiter Streit um Bahntrasse im Inntal

Mit einer Studie wollen die Bürgerinitiativen nachweisen, dass die alte Trasse doch so modernisiert und ausgebaut werden kann, dass sie auf Dauer ausreicht.

München/Rosenheim. Im Streit um den möglichen Neubau einer Bahntrasse im bayerischen Inntal legen die Bürgerinitiativen nach. Mit einer Studie wollen sie nachweisen, dass die Deutsche Bahn und Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) mit dem Plan zu einer zusätzlichen Neubaustrecke falsch liegen - und die alte Trasse so modernisiert und ausgebaut werden kann, dass sie auch auf Dauer ausreicht. 

Gut eine Woche, nachdem Scheuer dieser Lösung bereits eine Absage erteilt hatte, präsentierte das von den Bürgerinitiativen beauftragte Beratungsbüro Vieregg-Rössler am Dienstag in München dazu einen detaillierten Vorschlag. Auf dem größten Teil der Strecke von Rosenheim nach Kiefersfelden würde es demnach genügen, die alten Gleise unter anderem auszubauen und mit moderner Technik und Lärmschutz zu versehen. 

Die neue Bahnstrecke soll die Kapazitäten zum künftigen Brenner-Basistunnel erweitern, der etwa von 2028 an mehr Güter auf die Schiene bringen und die Brennerroute vom ständig wachsenden Lastwagenverkehr entlasten soll. 

Der Bund Naturschutz forderte anstelle eines Neubaus politische Strategien, um Verkehr zu vermeiden. Zudem müsse der Alpentransit anders gestaltet werden: Die Lkw-Maut müsse erhöht und die Steuersätze für Diesel und Benzin in den beteiligten EU-Ländern müssten auf ein gleichmäßig hohes Niveau gebracht werden. Es soll nur eine begrenzte Zahl von - handelbaren - Lkw-Durchfahrtsrechten vergeben werden. (dpa)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special RAILCARGO & KV.

1000px 588px

Railcargo & KV, Logistikregion Bayern, Verkehrsinfrastruktur Bau & Finanzierung

WEITERLESEN: