zurück zum thema
TIS_Aufmacher_Spezial_2021 Anzeige

„Wartezeiten beim Impfen vermeiden“

TIS-Geschäftsführer Markus Vinke über die besonderen Anforderungen an die Telematik bei Impfstofftransporten.

Das Überwachen von Kühlketten ist eine klassische Aufgabe der Telematik. Sind hier im Rahmen der Impfstofflogistik neue Herausforderungen entstanden?

Markus Vinke: Im Prinzip muss ein Impfstoff genauso überwacht werden wie eine Tiefkühlpizza. Die für den Transport des BioNTech-Impfstoffs erforderlichen -70 Grad können jedoch nur in Trockeneisboxen aufrechterhalten werden, die mit der vorhandenen Trailer-Telematik nicht überwacht werden können. Deshalb kommen in jeder Trockeneisbox separate Datenlogger zum Einsatz, die beim Empfänger per Bluetooth ausgelesen werden können.

Für den Empfänger mag das ausreichen, aber wie behält der Spediteur den Überblick über die Daten?

Markus Vinke: Das ist genau der Punkt. Um das Ergebnis der Kühldatenprotokolle wieder zuverlässig in das Auftragsmanagementsystem des Spediteurs zu übertragen, müssen die vorhandenen Telematiklösungen angepasst werden.

Lohnt sich dieser Aufwand denn? Der Impfstoff- Hype wird ja hoffentlich in ein paar Monaten überstanden sein ...

Markus Vinke: Moderne Telematiklösungen wie TISLOG lassen sich ohne finanziellen Aufwand in wenigen Minuten justieren. Mit unserem Live-Konfigurator bieten wir ein System, das keine Programmierkenntnisse verlangt. Damit kann zum Beispiel ein neues Eingabefeld für die Kühldaten des Datenloggers konfiguriert werden, das der Fahrer am mobilen Endgerät ausfüllen und der Kunde unterschreiben muss. Damit haben wir die Daten wieder im System.

Gibt es noch weitere Aspekte, die einen Impfstoff von einer Pizza unterscheiden?

Markus Vinke: (lacht) Ja, eine Ladung Pizza ist kein Werttransport. Im Gegensatz dazu müssen Impfstoffe engmaschig überwacht werden. Jede Abweichung von der geplanten Route und jede nicht vorgesehene Türöffnung sollte beim Disponenten sofort einen Alarm verursachen. Hier sind Telematiksysteme gefragt, die Türkontakte in gezogenen und ziehenden Einheiten überwachen können und Geofencing-Szenarien beherrschen. Das erfordert in der Regel den Einbau von Sensoren und Telematikboxen im Lkw. Es gibt aber noch andere Besonderheiten…

… zum Beispiel?

Markus Vinke: Mehr als bei anderen Gütern kommt es bei der Impfstoffogistik auf eine möglichst exakte Voraussage der Ankunftszeiten an. Die Telematik muss deshalb in der Lage sein, die aktuelle Verkehrslage und den tatsächlichen Fortschritt der Tour permanent mit dem geplanten Verlauf abzugleichen. Veränderte Ankunftszeiten müssen automatisch an die Disposition und am besten auch gleich an den Empfänger weitergeleitet werden, damit zum Beispiel der Tagesablauf im jeweiligen Impfzentrum frühzeitig angepasst werden kann. Auf diese Weise können geplante Impftermine neu organisiert und unnötige Wartezeiten vermieden werden.

Weitere Informationen: www.tis-gmbh.de

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special TELEMATIK-SYSTEME FÜR LKW & NUTZFAHRZEUGE.

1000px 588px

Telematik-Systeme für Lkw & Nutzfahrzeuge


WEITERLESEN: