Renschler
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Andreas Renschler, CEO Volkswagen Truck & Bus, ist mit dem abgelaufenen Jahr ausgesprochen zufrieden

©Jan Scheutzow

VW-NUTZFAHRZEUGE AUF WACHSTUMSKURS

Der Absatz der Nutzfahrzeug-Konzernmarken MAN, Scania sowie Volkswagen Caminhões e Ônibus wuchs gegen den Trend und legte um drei Prozent zu.

München. „2016 war kein einfaches Jahr für die Nutzfahrzeugbranche. Umso erfreulicher ist, dass wir gegen den Trend gewachsen sind“, sagt Andreas Renschler, CEO Volkswagen Truck & Bus. Seinen Ausführungen zur Folge legte der Absatz von Nutzfahrzeugen der Konzernmarken MAN, Scania sowie Volkswagen Caminhões e Ônibus um drei Prozent auf rund 184.000 Fahrzeuge zu. Damit agierte die Gruppe trotz regional schwierigen Marktumfeldes erfolgreich. Mit dem Erwerb von 16,6 Prozent der Anteile des US-Herstellers Navistar und dem konsequenten Ausbau des Lead Engineering – der gemeinsamen Entwicklung von Komponenten innerhalb der Marken – „hat Volkswagen Truck & Bus erste wichtige Meilensteine seiner Global Champion Strategie erreicht“, betonte Renschler. „Hinzu kam der Launch der Digitalmarke RIO, die mit einer cloud-basierten Plattform die Zukunft der Logistik individueller und besser gestalten will.“

Das Geschäft mit mittelschweren und schweren Lkw legte im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent zu. MAN, Scania und Volkswagen Caminhões e Ônibus konnten zusammen rund 165.800 Lkw absetzen. Dabei war die Entwicklung in einzelnen Regionen uneinheitlich. Als Folge der anhaltenden wirtschaftlichen Erholung in Westeuropa verzeichneten die Marken von Volkswagen Truck & Bus dort ein erfreuliches Plus von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. MAN Truck & Bus weist für 2016 einen Gesamtabsatz von 83.200 Fahrzeugen auf, was einer Steigerung von fünf Prozent entspricht. Scania erreichte für den Vergleichszeitraum einen Absatz von 81.400 Lkw und Bussen (plus sechs Prozent).

„Ein bedeutender Schritt bei der Umsetzung der Global Champion Strategie von Volkswagen Truck & Bus ist der Einstieg bei Navistar, der der Gruppe erstmals Zutritt zum wichtigen nordamerikanischen Markt verschafft. Der Erwerb von 16,6 Prozent der Anteile an dem amerikanischen Nutzfahrzeughersteller ist mehr als eine Finanzbeteiligung”, führte Renschler an.

Jeweils eine Marke übernimmt die Führung

Große Fortschritte wurden nach Aussage des VWN-CEO mit der Einführung des Lead Engineering Konzeptes gemacht. „Jeweils eine Marke übernimmt im Rahmen des Lead Engineering bei klar definierten Entwicklungsprojekten die Führung. Die Vorteile liegen auf der Hand: Entwicklungskosten und -zeiten können deutlich reduziert werden. Markenübergreifende Teams arbeiten bereits an der Entwicklung von gemeinsamen Plattformen für Motoren, Getrieben, Achsen und Abgasnachbehandlungssystemen”, sagte er. So sei beispielsweise Scania für die Entwicklung der neuen Motoren ab 13 Liter Hubraum zuständig, während MAN die Verantwortung für die neuen Motoren mit fünf bis neun Litern Hubraum habe. „Wenn wir unsere Kompetenzen im Entwicklungsbereich bündeln, bringen wir unsere Produkte schneller und kostengünstiger auf den Markt. Von den Synergien und Innovationen werden alle Beteiligten – vor allem unsere Kunden – profitieren. Dabei spielt Nachhaltigkeit durch intelligentere und sauberere Technologien eine immer größere Rolle“, erklärt Renschler.

Langfristig peilt Volkswagen Truck & Bus einen Return on Sales von neun Prozent über den Industriezyklus an. Zudem möchte die Gruppe unter anderem ab 2025 jährlich bis zu 1 Milliarde Euro an Synergien heben. „Aufgrund des hohen Potenzials aus der engeren Zusammenarbeit der Marken im Einkauf und der gemeinsamen Entwicklung sind wir zuversichtlich, diese ambitionierten Ziele zu erreichen. Für das laufende Jahr rechnen wir insbesondere aus Russland und in der zweiten Jahreshälfte aus Brasilien mit positiven Impulsen“, erläutert Volkswagen Truck & Bus-CFO Matthias Gründler. (gg)

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Renschler, Andreas, Markt für Lkw & Nutzfahrzeuge, Volkswagen Trucks & Services, MAN Trucks & Services, Scania Trucks & Services

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