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Gewinner Umwelt

Die stolzen Gewinner (von links): Sandra Hellweg und Kristin Kahl (beide Contargo), Ingo Lübs (Rytle) und Jens Hartmann (MAN) sowie Karen Peemöller und Tassilo von Domarus (beide Renault)

©Jan Scheutzow/VerkehrsRundschau

VR-Awards: Contargo, Renault, MAN und Rytle sind Umwelt-Sieger

Für intelligente Konzepte zum Umweltschutz in der Logistik wurden die Gewinner auf der VerkehrsRundschau-Gala ausgezeichnet.

München. Contargo, Renault, MAN und Rytle wurden auf der VerkehrsRundschau-Gala mit dem VR-Award in der Kategorie Umwelt ausgezeichnet. Die Preise, die die Fachzeitschrift zum zweiten Mal vergibt, wurden am Donnerstag auf  der VerkehrsRundschau-Gala im Hotel „Bayerischer Hof“ in München verliehen. Die Fachjury in dieser Kategorie setzt sich zusammen aus Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Julia Hartmann, Professorin für nachhaltiges Supply Chain Management am Operations Department der EBS Business School und den VerkehrsRundschau-Fachredakteuren Michael Cordes, Serge Voigt und Jan Burgdorf.

Contargo ist Sieger bei den Dienstleistern. Das Container-Logistik-Netzwerk überzeugte die Jury mit einem ganzheitlichen Ansatz, der sämtliche Prozesse im Unternehmen erfasst. Contargo hat in emissionsarme Antriebe investiert. So gehören Lkw mit Elektroan­trieb verschiedener Hersteller zum Fuhr­park und wird in der Binnenschifffahrt das Hybrid-Kombischiff Statendam I eingesetzt. Der damit verbundene Vorteil: „Die Kombination aus konventionellem und diesel-elektrischem Antrieb spart 10 Prozent Treibstoff “, heißt es in der Bewer­bung. Zudem versucht das Unternehmen durch Verlagerung von Transporten auf umweltfreundliche Verkehrsträger Kosten und Emissionen einzusparen.

„Contargo beschreibt im Vergleich zu den übrigen Einreichungen ein sehr umfassen­des Konzept einer durchgehenden, umweltfreundlichen Transportkette, das Maßnahmen für Fahrzeuge und Gebäude ebenso wie die Verlagerung von Verkehren von der Straße auf das Binnenschiff und die Bahn einschließt“, schilderte Juror Steffen Bil­ger, der per Video zur Preisverleihung zugeschaltet war, die Gründe, warum die Jury Contargo mit dem Preis für VR Award 2020 im Bereich Umwelt, Rubrik Gewerbe, ausgewählt hat. Den Preis nahm Kristin Kahl, New Business and Digitalization, für das Logistik-Netzwerk entgegen.

Renault erhält den VR-Award in der Kategorie Umwelt/Hersteller

In der Kategorie Hersteller sichert sich Renault Trucks den VR-Award im Bereich Umwelt. Die Jury überzeugte das umfassende Angebot an Elektro-Lkw von 3,1 bis 26 Tonnen Gesamtgewicht und die Tatsache, dass die Franzosen bereits liefern können. Damit sind die Franzosen weiter als der Wettbewerb, der sich bei den schweren E-Verteilern noch in der Erprobungsphase befindet. Renault Trucks verspricht dagegen: Wer bestellt, bekommt den Stromer auch geliefert, wobei der Hersteller mit genauen Preisangaben noch geizt und bislang nur für den Transporter ,Master Z.E.‘ (Zero Emission) Zahlen nennt. Karen Peemöller, Press & Digital Communications, Renault Trucks, entgegen.

VR-Award Umwelt/Kooperation geht an MAN und Rytle

MAN und Rytle haben gemeinsam ein Konzept entwickelt, wie auf der letzten Meile der Transport nahezu emissions- und geräuschlos erfolgen kann. Für die Lösung erhalten die Projektpartner den VR-Award in der Kategorie Umwelt/Kooperation. Ingo Lübs, Geschäftsführer von Rytle und Jens Hartmann, Projektleiter MAN eTGM, hatten die Ehre, die VR-Awards auf der Bühne der VerkehrsRundschau-Gala entgegenzunehmen.

MAN Truck & Bus und Rytle bieten gemeinsam eine Lösung, mit der sich eine durchgängig nachhaltige Transportkette in den Innenstädten knüpfen lässt. MAN setzt dazu den vollelektrischen Verteiler-Lkw des Typs MAN eTGM ein. Angetrieben wird das Fahrzeug von einem 264-kW-Elektromotor mit einem Drehmoment von maximal 3100 Nm.

Der Lkw befördert die Ware in vorkommissionierten Boxen und fährt ein Mikro-Hub an, wie es das beispielsweise in der Bremer Innenstadt bereits gibt. Hier kommt jetzt Kooperationspartner Rytle ins Spiel. Mittels seines patentierten Profi-Lastenfahrrads MovR werden die Boxen mit wenigen Handgriffen aufgenommen und die Ware wird dann dem Empfänger emissions- und geräuscharm zugestellt. Jury-Mitglied Steffen Bilger, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister begründete die Entscheidung der Jury: „Das Konzept von MAN und Rytle hat das Potenzial, die CO2- und Luftschadstoffe in der urbanen Logistik deutlich zu senken.“ (cd/jb/ks)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special BILGER, STEFFEN.

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