Schilder
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Verkehrspolitiker fordern deutlichen Abbau von Verkehrschildern

20 Millionen Verkehrsschilder regeln in Deutschland den Verkehr – laut ADAC sind gut ein Drittel aller Schilder überflüssig

Berlin. Verkehrspolitiker haben einen Abbau von überflüssigen Verkehrsschildern an Straßen und Plätzen gefordert. „Wir müssen den Schilderwald auf deutschen Straßen endlich deutlich abbauen“, sagte der verkehrspolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Dirk Fischer (CDU), der „Berliner Zeitung“. Der Grünen-Verkehrsexperte Winfried Hermann sagte: „In unserem Schilderwald gibt es noch viel Unkraut zu jäten.“ Das Bundesverkehrsministerium forderte die Kommunen, die die „Schilderhoheit“ besäßen, zu mehr Zurückhaltung beim Aufstellen von Verkehrszeichen auf: „Wir müssen alles an Schildern einsammeln, was unnötig ist“, sagte ein Sprecher der Zeitung. In Deutschland gibt es nach Angaben des ADAC rund 2O Millionen Verkehrsschilder. Das macht im Schnitt alle 28 Meter ein Schild. „Gut ein Drittel aller Schilder sind überflüssig“, sagte ADAC-Experte Andreas Hölzel. Die niedersächsische Kleinstadt Bohmte bei Osnabrück (13.500 Einwohner) ist nach dem Bericht die erste deutsche Gemeinde, die quasi schilderfrei werden will. Sie beteilige sich an einem EU-Projekt, das mit völlig neuen Methoden zur Verkehrsberuhigung und mehr Verkehrssicherheit in Innenstädten beitragen will. (dpa/tz)

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