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Verdi sieht bei einem Jobabbau den Gesamthafenbetrieb in Gefahr

©Ulrich Niehoff/picture-alliance

Verdi ruft Hamburger Hafenarbeiter zu Demonstration auf

Bei einem Jobabbau wäre aus Sicht der Gewerkschaft der Gesamthafenbetrieb (GHB) bedroht. Er federe die Bedarfsschwankungen ab und sichere die Hafentarife.

Hamburg. Die Gewerkschaft Verdi hat Hafenarbeiter und ihre Familien für Samstag in einer Woche in Hamburg zu einer Demonstration für Arbeitsplätze und Tarife aufgerufen. Grund für den Aufzug in der Hafencity unter dem Motto „Zukunft nur mit uns! 5 vor 12 für die Hafenarbeit“ seien der angedrohte Abbau von voraussichtlich mehreren hundert Arbeitsplätzen und die Fusionspläne der Terminalbetreiber Eurogate und HHLA, teilte die Gewerkschaft am Freitag mit.

Bei einem Jobabbau wäre aus Sicht der Gewerkschaft der Gesamthafenbetrieb (GHB) – die Arbeitskraftreserve des Hafens mit knapp 1000 Arbeitsplätzen – bedroht. Er federe die Bedarfsschwankungen ab und sichere die Hafentarife. „Eine Insolvenz des GHB, wie jetzt in Bremerhaven, führt gesellschaftspolitisch in die Vorkriegszeit, als Unständige Bittsteller waren“, erklärte Verdi-Gewerkschaftssekretär Lars Stubbe. Dagegen würden sich Verdi und die Beschäftigten mit aller Macht wehren.

Verdi-Landesfachbereichsleiter Verkehr, Natale Fontana, betonte, der Umschlag im Hafen sei nur konjunkturell, nicht systemisch geschwächt, die Prognosen für 2021 zeigten nach oben. „Eurogate und HHLA müssen Transparenz über ihre Pläne herstellen und gemeinsam mit Gewerkschaft und Senat Maßnahmen gegen den Arbeitsplatzabbau verhandeln.“ Der Bremer Terminalbetreiber Eurogate hatte im November angekündigt, unter anderem mit einem Stellenabbau an den Standorten Hamburg und Bremerhaven 84 Millionen Euro dauerhaft einsparen zu wollen. Wie viele Jobs wegfallen sollen, blieb jedoch offen. (dpa/ja)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special SEEFRACHT & HÄFEN.

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