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Suez Kanal

Wegen der Blockade des Suezkanals schicken erste Reedereien ihre Schiffe um das Kap der Guten Hoffnung

©Suez Canal Press Service/dpa/picture-alliance

Verband Deutscher Reeder hofft auf schnelles Ende der Suezkanal-Blockade

Angesichts der fortdauernden Blockade des Suezkanals droht eine Unterbrechung von Lieferketten, Hoffnung auf kurzfristige Lösung sieht der Reederverband allerdings nicht.

Hamburg. Der Verband Deutscher Reeder (VDR) hofft weiter auf ein rasches Ende der Suezkanal-Blockade. Die bereits ins Gespräch gebrachte Möglichkeit, die quer im Kanal liegende 400 Meter lange „Ever Given“ teilweise abzuladen und so leichter zu machen, bedeutet aus Verbandssicht eine weitere Verzögerung. „Bis ein Schwimmkran vor Ort wäre, der Container vom Wasser aus in bis zu 60 Metern Höhe abladen kann, dürfte wertvolle Zeit vergehen“, sagte VDR-Sprecher Christian Denso am Freitag der „Deutschen Presse-Agentur“.

Dass für etliche Empfänger der transportierten Waren langsam die Zeit knapp werde, sei ein immer größer werdendes Problem – lasse sich kurzfristig aber nicht ändern. „Es geht nicht. Die Schiffe stehen schlicht im Stau“, sagte Denso. Nach seinem Wissen hätten schon einige Schiffe den Umweg um das Kap der Guten Hoffnung eingeschlagen. Das sei aber wahrscheinlich nur für Frachter sinnvoll, die nicht schon ins Mittelmeer oder ins Rote Meer eingefahren seien.

Hapag-Lloyd schickt erste Schiffe um das Kap der Guten Hoffnung

Beispielsweise hat die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd wegen der Blockade des Suezkanals begonnen, erste Schiffe auf den Umweg um das Kap der Guten Hoffnung zu schicken. „Es werden jetzt erste Schiffe umgeleitet“, sagte ein Sprecher am Freitag. Die Fahrten verlängerten sich dadurch um rund eine Woche. Im Kanal stecken fünf Schiffe von Hapag-Lloyd fest. Sie könnten weder vor noch zurück, sagte der Sprecher.

Die „Ever Given“ blockiert seit Dienstag den Suezkanal, eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt. Das unter der Flagge Panamas fahrende Containerschiff war wegen eines Sandsturms auf Grund gelaufen. Der Eigentümer hofft, den Frachter an diesem Wochenende freizubekommen. (dpa/tb)



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