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Die VEDA sieht in Autohöfen einen Ansatz, um das Lkw-Parkplatzproblem an den Autobahnen zu lösen

©Sebastian Kahnert/dpa/picture-alliance

VEDA: Über 31.000 Lkw-Parkplätze fehlen an deutschen Autobahnen

Die Vereinigung Deutscher Autohöfe kritisiert die Notlage vieler Lkw-Fahrer bei der Suche nach einem Parkplatz und fordert, dass die Verkehrspolitik stärker mit ihren Mitgliedsunternehmen zusammenarbeitet.

Kuddewörde. Über 31.000 Lkw-Parkplätze fehlen nach einer aktuellen Schätzung der Vereinigung Deutscher Autohöfe (VEDA) entlang den deutschen Autobahnen. Sie kritisierte die Zwangslage vieler Lkw-Fahrer, die zunehmend auf dem Standstreifen der  Autobahn, im Ein- und Ausfahrtsbereich und im Tank- und Parkbereich der Autobahn-Raststätten pausieren, um ihre Ruhezeiten einzuhalten. Das ausgewertete Zahlenmaterial setzt sich zusammen aus einer permanenten Fortschreibung der Lkw-Parkstände, aus Fehlbestandsmeldungen der Fachbehörden der Länder und aus nächtlichen Stichpunktzählungen auf ausgewählten Streckenzügen außerhalb der offiziellen Parkplatzanlagen.

Um das bestehende Defizit abzubauen, so die VEDA, benötige man an den Autobahnen bei einer jährlichen Neubauquote wie bisher – die künftige Nachfrage noch nicht berücksichtigt – alleine 20 Jahre. Bund und Länder würden durchschnittlich bis zu 1500 neue Lkw-Parkplätze pro Jahr an den Autobahnen bauen – Tendenz stark fallend, weil die großen und genehmigungsrechtlich einfacheren Potentiale überwiegend ausgeschöpft seien. „Meist lassen sich nur noch mit mehrjährigem Aufwand durchschnittlich relativ kleine Lkw-Parkplatzkontingente realisieren“, so die VEDA. Darum fordert der Verband, dass Autohöfe jenseits der Autobahnen von der Verkehrspolitik intensiver eingebunden werden, sonst werde die Parkplatzproblem auch innerhalb der nächsten Jahrzehnte nicht gelöst. (ag)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special VERKEHRSINFRASTRUKTUR BAU & FINANZIERUNG.

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