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Mehr Geld für Abbiegeassistenten und dadurch weniger tote Radfahrer - das fordert Joachim Bühler vom VdTÜV

©Stephan Rumpf/SZ-Photo/picture-alliance

VdTÜV fordert mehr Geld für Lkw-Abbiegeassistenten

Aufgrund einer höheren Anzahl getöteter Radfahrer im deutschen Straßenverkehr verlangt der VdTÜV mehr Investitionen der Bundesregierung in die Aktion Abbiegeassistent.

Berlin. Der TÜV-Verband (VdTÜV) verlangt von der Bundesregierung weitere Fördergelder für Lkw-Abbiegeassistenten. Diese Forderung stellte Geschäftsführer Joachim Bühler im Zusammenhang mit der gestiegenen Anzahl getöteter Radfahrer im deutschen Straßenverkehr im ersten Halbjahr dieses Jahres.

Von Januar bis Mai 2019 kamen 16 Radfahrer mehr ums Leben als im Vorjahreszeitraum. Das bedeutet einen Anstieg von 11,3 Prozent. Technische Lösungen wie der Abbiegeassistent könnten laut Bühler helfen. Das Bundesverkehrsministerium (BMVI) müsse in dem Bereich jedoch noch zusätzliche Mittel investieren.

Zehn Millionen Euro bereits weg

Für das Jahr 2019 standen laut des BMVI zehn Millionen Euro Fördergelder zur Verfügung, um Speditionen bei der Ausstattung ihrer Lkw mit dem Abbiegeassistenten zu unterstützen. Diese Mittel sind jedoch bereits seit Juni ausgeschöpft. Das gesamte Förderprogramm soll voraussichtlich fünf Jahre gelten. Wie viel Geld für 2020 zu Verfügung stehen wird, ist aktuell noch nicht bekannt.

114 sogenannte Sicherheitspartner gibt es nach Angaben des BMVI bereits, die insgesamt mehr als 2500 Fahrzeuge mit Abbiegeassistenten ausgestattet haben. Bis Ende 2019 sollen mindestens 500 weitere Lkw dazukommen. (sn)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special FÖRDERPROGRAMME TRANSPORT UND LOGISTIK.

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Förderprogramme Transport und Logistik, Verband – Vd TÜV, Behörde – Bundesverkehrsministerium

  • 03.09.2019

    Herbert Frankenstein

    Minister Scheuer hat in Sachen Maut unverantwortlich gehandelt, indem er verbindliche Absprachen und Vereinbarungen eingegangen ist, obwohl der Ausgang des Gerichtsentscheids noch offen war. Nach Artikel 34 Grundgesetz müsste er dafür in Haftung genommen werden. Doch in Deutschland hat niemand den Mumm gegen den Minister zu klagen. Und da wundert sich jemand über die Radikalisierung der Wähler.


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