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Hubertus Heil argumentiert, dass viele Befristungen nicht betrieblich notwendig sind

©Bernd Von Jutrczenka/dpa/picture-alliance

Unternehmerverband warnt vor Beschränkung befristeter Arbeitsverträge

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will die sachgrundlose Befristung von Arbeitsverträgen stärker einschränken, was auf Kritik der Unternehmen stößt.

Erfurt. Der Unternehmerverband Thüringen hat davor gewarnt, sachgrundlose Befristungen von Arbeitsverträgen stärker einzuschränken. Solche Verträge böten den Betrieben ein „Mindestmaß an Flexibilität“, teilte der Verband am Freitag, 7. Mai, mit. „Befristete Arbeitsverhältnisse sind für Wirtschaft und Unternehmen ein unerlässliches Muss.“ Hintergrund sind Vorschläge von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD), der die Dauer und Häufigkeit von Arbeitsverträgen begrenzen will, die ohne sachlichen Grund befristet sind.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil versuche nun auf den „letzten Metern bis zur Wahl im Herbst massive Eingriffe ins Teilzeitbefristungsgesetz vorzunehmen“, kritisierte der Unternehmerverband. Damit strebe er „ohne Not an, eines der wenig verbliebenen arbeitsrechtlichen Flexibilisierungsinstrumente der Unternehmen massiv einzudämmen“.

Heil dagegen hatte argumentiert, dass viele Befristungen nicht betrieblich notwendig seien, sondern nur Mittel zur Umgehung des Kündigungsschutzes. Zudem sollen Befristungen mit Sachgrund – zum Beispiel Elternzeitvertretungen oder Auftragsspitzen – nicht mehr endlos gelten. (dpa)

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Logistikregion Thüringen, Wirtschaftsrecht & Verträge, Arbeitsrecht & Personalwesen


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