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Güterverkehr 2020: Die Wasserstraße und die Schiene mussten Einbrüche hinnehmen

©Armin Weigel/dpa/picture-alliance

Unternehmensinsolvenzen in der Verkehrs- und Logistikwirtschaft gehen zurück

Das geht aus den verkehrsträgerübergreifenden Marktbeobachtung des Bundesamtes für Güterverkehr hervor.

Köln. Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) hat die Erkenntnisse der verkehrsträgerübergreifenden Marktbeobachtung im Jahresbericht 2020 zusammengefasst. Vor dem Hintergrund der rezessiven Entwicklung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2020 im Zuge der Corona-Pandemie nahm die im Straßen-, Schienen- und Binnenschiffsgüterverkehr beförderte Gütermenge im Vergleich zum Jahr 2019 um rund 3,3 Prozent ab.

Die Verkehrsleistung im Inland sank um rund 3,2 Prozent (ohne Straßengüterverkehr gebietsfremder Fahrzeuge in Deutschland). Während der Straßengüterverkehr (-1,8 Prozent), unter anderem wegen der robusten Baukonjunktur und des boomenden Onlinehandels unterdurchschnittliche Leistungsrückgänge aufwies, verbuchten die Wasserstraße (-9,0 Prozent und die Schiene (-4,2 Prozent überdurchschnittliche Abnahmen. Beide Verkehrsträger litten vor allem unter der im Vorjahresvergleich hohen Abnahme der Transportnachfrage für trockene und flüssige Massengüter; ihre Anteile am Modal Split sanken.

Begleitet wurde diese Entwicklung von mehr oder minder starken Umsatzrückgängen. In einem von hohem Wettbewerbs- und Preisdruck geprägten Marktumfeld fielen die Umsätze im Schienengüterverkehr im Vorjahresvergleich um rund 4,5 Prozent und in der Binnenschifffahrt um rund 11,1 Prozent.

Das Güterkraftverkehrsgewerbe verbuchte hingegen – trotz zum Teil hoher unterjähriger Rückgänge – auf Jahressicht insgesamt noch ein Umsatzplus von rund 0,4 Prozent und kam im Jahr 2020 insoweit vergleichsweise gut durch die Corona-Pandemie. Ein noch deutlich höheres Umsatzwachstum verzeichneten die KEP-Branche und die Lagerwirtschaft; letztere profitierte von einer erhöhten Nachfrage nach Lagerkapazitäten aufgrund vorübergehend verordneter Schließungen im stationären Einzelhandel. Trotz der rezessiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und zahlreicher zusätzlicher Herausforderungen durch hoheitliche sowie erforderliche eigene und fremde Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung der Corona-Pandemie gingen die Unternehmensinsolvenzen in der Verkehrs- und Logistikwirtschaft im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt deutlich zurück. Ein wesentlicher Grund hierfür waren die staatlichen Hilfsmaßnahmen.

>>>Der vollständige Bericht steht hier zur Verfügung.

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(ste)

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