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Salzsäure-Unfall in einer Spedition in Neu-Ulm

Die Feuerwehr im Einsatz in Neu-Ulm

©Picture Alliance/dpa/Ralf Zwiebler

Unfall in bayerischer Spedition: 18 Verletzte

In einer Spedition in Neu-Ulm hat ein Gabelstapler-Fahrer einen Container mit Salzsäure beschädigt. 900 Liter Säure liefen aus.

Neu-Ulm. Bei einem Unfall mit einem Salzsäure-Container auf dem Gelände einer Spedition in Bayern sind 18 Menschen verletzt worden. In einem Industriegebiet in Neu-Ulm hatte ein Gabelstapler-Fahrer am Montagvormittag beim Verladen den Kunststoff-Container beschädigt, so dass fast der gesamte Inhalt freigesetzt wurde. Nach Angaben von Polizei und Feuerwehr traten etwa 900 Liter der ätzenden Säure aus. Dadurch bildete sich ein Chlorgas, das zu Atembeschwerden bei Mitarbeitern des Unternehmens führte. Auch drei Feuerwehrleute wurden verletzt. Laut einem Bericht der Südwestpresse handelte es sich um eine Niederlassung der Spedition Honold.

Nach dem Unfall verließen rund 150 Menschen die Gebäude der Spedition. Die Helfer bauten am Einsatzort Zelte auf, um die Mitarbeiter zu untersuchen. 15 Betroffene wurden ambulant behandelt, drei kamen stationär in ein Krankenhaus. Die Mitarbeiter klagten über Atemwegsreizungen, nachdem sie das Gas eingeatmet hatten. Drei Feuerwehrkräfte bekamen Kreislaufprobleme, als sie in der Hitze mit Atemschutz arbeiten mussten.

Wie Feuerwehr-Sprecher Wilhelm Schmid erklärte, hatte der Gabelstapler-Fahrer den mit einem Schutzgitter umgebenen Säurebehälter im unteren Bereich beschädigt. Daraufhin wurde die 37-prozentige Salzsäure freigesetzt. (dpa/sno)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special UNFALL-KATASTROPHEN.

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Unfall-Katastrophen, Honold Logistik Gruppe


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