Münchow Handschuh Logix Studie

Malte-Maria Münchow (l.), Sprecher der Logix Initiative, und Alexander Handschuh, Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes

©Logix/Deutscher Städte- und Gemeindebund

Umfrage: Kommunen halten Logistik für systemrelevant

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat gemeinsam mit der Logix-Initiative eine Umfrage unter Kommunen zur Sicht auf Logistikansiedlungen durchgeführt. Demnach schätzen fast alle Kommunenvertreter Logistik als systemrelevant ein. Aber nachhaltig soll sie sein.

Weiterstadt. Neun von zehn Kommunen schätzen Logistik als systemrelevant ein, lautet eine der zentralen Erkenntnisse einer Umfrage, die der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) gemeinsam mit der Initiative Logistikimmobilien (Logix) im Sommer 2020 unter Kommunen in ganz Deutschland zur Sicht auf Logistikansiedlungen durchgeführt hat. Malte-Maria Münchow, Sprecher der Logix Initiative, betont: „Unsere Studie hat gezeigt, dass die besondere Bedeutung von Logistikimmobilien innerhalb der Wertschöpfungskette auch auf kommunaler Ebene sehr präsent ist. Dies ist ein erfreulich positives Bild unserer Branche.“

Konkrete Verkehrs- und Nachhaltigkeitskonzepte gewünscht

Konzipiert wurde die Studie inhaltlich von Professor Christian Kille von der Hochschule Würzburg. Kommunen wurden zu den Themen Logistikimmobilien, Bedeutung von E-Commerce für den lokalen Handel, Nachhaltigkeit und CO2-Neutralität befragt. „Überraschend - gerade aus Sicht der Logistikansiedler - ist, dass ein konkretes Verkehrs- und Nachhaltigkeitskonzept einen weitaus höheren Stellenwert hat, als beispielsweise ein ÖPNV-Anschluss oder eine Ausbildungsoffensive für junge Menschen“, skizziert Kille die Ergebnisse. Auch die Einbindung der Bevölkerung in das Ansiedlungsvorhaben sei, anders als von den Entwicklern erwartet, nicht das wichtigste Kriterium für die Kommunen. „Wenn die möglichen Vorbehalte – etwa gegen die Verkehrsbelastung – bereits im Vorfeld geklärt werden können, scheint es weniger relevant zu sein, die Bevölkerung in den Ansiedlungsprozess einzubinden“, so Kille.

Neben dem Blick auf Kriterien für eine konkrete Ansiedlung versuchte die Studie auch den Blick auf die Makroebene zu weiten und die kommunale Meinung zu Themen wie Nachhaltigkeit oder Wirtschaftsstrukturen einzufangen. „Viele Kommunen sehen zwar eine Entwicklung hin zu mehr regionalen Wirtschaftskreisläufen, dies kann gerade vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und den temporären Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Medizinprodukten und Schutzkleidung gesehen werden. Allerdings sind die meisten Städte und Gemeinden dennoch davon überzeugt, dass die globalen Wirtschaftsstrukturen ihren Platz im wirtschaftlichen Gefüge behalten werden“, sagt Alexander Handschuh, Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes. Zudem sei die Nachhaltigkeit ein zentrales Element bei der Konzeption, Umsetzung und Bewertung von Logistikansiedlungen für Kommunen.

Die vollständige Studie des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und Logix soll Ende des Jahres veröffentlicht werden.

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special LOGISTIK-IMMOBILIEN & LAGERHALLEN.

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