Hamburger Hafen

Der Hamburger Hafenbetreiber HHLA konnte seinen Gewinn vor Zinsen und Steuern um 14 Prozent steigern

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Trotz Handelsstreits: Hafenbetreiber HHLA wächst kräftig

Der Hamburger Hafenbetreiber HHLA konnte seinen Gewinn vor Zinsen und Steuern um 14 Prozent steigern. Auch die Umsätze zogen an.

Hamburg. Der Hamburger Hafenbetreiber HHLA hat im ersten Halbjahr trotz der sich abkühlenden Konjunktur und globaler Handelskonflikte kräftig zugelegt. Der Umsatz im zweiten Quartal sei um knapp neun Prozent auf 346 Millionen Euro gestiegen, teilte das im SDax notierte Unternehmen am Mittwoch in Hamburg mit. Das Betriebsergebnis (EBIT) legte stark um 14,4 Millionen Euro bzw. 14,4 Prozent auf 114,3 Millionen Euro zu.

Leichter Anstieg im Segment Container

Im Segment Container konnte der Containerumschlag im ersten Halbjahr 2019 moderat um 3,8 Prozent auf 3,7 Millionen Standardcontainer (TEU) erhöht werden. Laut des Unternehmens trug insbesondere die erfolgreiche Integration des im letzten Jahr erworbenen Terminals in Tallinn bei. Die Umsatzerlöse konnten dank der Mengensteigerung von 3,8 Prozent in Verbindung mit einer Verbesserung der Durchschnittserlöse gegenüber 2018 auf 401 Millionen Euro und damit um 5,6 Prozent gesteigert werden. Ursache hierfür war laut HHLA im Wesentlichen eine Steigerung des Bahnanteils. Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 Prozent auf 71,8 Millionen Euro.

Deutlicher Zuwachs im Segment Intermodal

Im Segment Intermodal konnten die HHLA-Transportgesellschaften im ersten Halbjahr 2019 deutlich zulegen. Mit einem Plus von 9,6 Prozent stieg der Containertransport auf 782.000 Standardcontainer (TEU). Getragen wurde die Entwicklung durch das Wachstum sowohl der Bahn- als auch der Straßentransporte. Die Bahntransporte legten im Vergleich zum Vorjahr um 9,3 Prozent auf 610.000 TEU zu. Die Straßentransporte erzielten laut des Unternehmens in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld aufgrund des starken Anstiegs der Zustellverkehre ein Wachstum von 10,8 Prozent auf 172.000 TEU. Die Umsatzerlöse lagen mit 244,1 Millionen Euro um 17,4 Prozent über dem Vorjahreswert und entwickelten sich nach Angaben von HHLA damit deutlich besser als die Transportmenge. Bei einem in etwa konstanten Bahnanteil hätten im Vergleich zum Vorjahr neben Preisanpassungen insbesondere die längeren Transportdistanzen zu dieser starken Umsatzentwicklung geführt.

Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich aufgrund der positiven Mengen- und Umsatzentwicklung um 31,6 Prozent auf 50,8 Millionen Euro. Die Senkung der Trassenpreise in Deutschland trug zu einer weiter steigenden Auslastung der Zugsysteme bei. Die Anwendung von IFRS 16 hatte laut Unternehmen für die positive Entwicklung des EBIT keine wesentliche Bedeutung. (dpa/sn)

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