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Dürfen wir vorstellen: Das ist Laura. "Sie" hilft in Lauenburg bei der Postverteilung 

©Daniel Bockwoldt/dpa/picture-alliance

Transportroboter "Laura" bringt die Post in Schleswig-Holstein

Seit Oktober 2019 fährt bereits ein autonomer Minibus durch Lauenburg. Jetzt bekommt er Zuwachs. Künftig soll ein selbstfahrender Roboter mitfahren und beispielsweise Behördenpost verteilen.

Lauenburg. Das Tabula-Shuttle in Lauenburg an der Elbe bekommt Zuwachs. Ein selbstfahrender Roboter mit Namen „Laura“ soll künftig kleinere Güter in der Stadt verteilen. Den Anfang werde die Behördenpost der Stadt machen, teilten die Initiatoren am Donnerstag mit. Zunächst werde „Laura“ einmal in der Woche rund 100 Briefe vom Rathaus zu den verschiedenen Behördenstandorten in der Stadt bringen. Später werde der Roboter dann an vier Tagen pro Woche die Behördenpost verteilen.

In den nächsten Wochen soll der kombinierte Passagier- und Warentransport im Probebetrieb laufen. Dabei werde „Laura“ lernen, wie sie sich in Lauenburg orientieren kann, sagte der Projektkoordinator Matthias Grote von der Technischen Universität Hamburg. Der regelmäßige Betrieb soll im Frühjahr starten. Langfristig solle TaBuLa-Log - so der Name des neuen Verkehrsangebotes - auch außerhalb der Stadt Lauenburg eingesetzt werden, sagte der Landrat des Kreises Herzogtum Lauenburg, Christoph Mager.

Wer ist „Laura“?

„Laura“ ist eine Art programmierbare Transportbox auf Rädern. Sie kann über eine ausfahrbare Rampe in den Minibus rollen und ihn am Ziel wieder verlassen. An der Zielhaltestelle werde sich der Roboter mit Hilfe eines 3-D-Laserscanners und verschiedenen Kameras mit maximal sechs Kilometern in der Stunde durch die Altstadt zum jeweiligen Zielort bewegen, sagte Grote.

Das Projekt mit dem Namen Tabula-Log ist eine Weiterentwicklung des Tabula-Shuttles, das seit Oktober 2019 auf einem Rundkurs durch die historische Lauenburger Altstadt fährt. Rund 2500 Fahrgäste haben seither nach Angaben des Kreises Herzogtum Lauenburg den Minibus genutzt. Die Kosten des Gesamtprojektes, das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert wird, betragen nach Angaben Grotes rund 3,2 Millionen Euro. (dpa/sn)

 

 

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