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In den ersten beiden Juni-Wochen hatten die Fuhrunternehmen wieder etwas mehr zu tun

©Pieter Stam de Jonge/dpa/picture alliance

Transport Market Monitor: Überkapazitäten verringern sich

Laut den neuesten Zahlen des TMM stand in den ersten beiden Juniwochen auf dem europäischen Spotmarkt 22,5 Prozent weniger Lkw-Kapazität zur Verfügung im Vergleich zum Mai.

Ulm. Die Nachfrage nach Lkw-Kapazitäten ist in den ersten beiden Juni-Wochen im europäischen Lkw-Spotmarkt wieder spürbar gestiegen. Darauf deuten neue Zahlen des Transport Market Monitor (TMM) hin, der von Tim Consult mit Daten aus der Transportplattform von Transporeon erstellt wird.

Frachtraten im Spotmarkt steigen leicht um 2,9 Prozent

Demnach stand in den ersten beiden Juniwochen auf dem europäischen Spotmarkt 22,5 Prozent weniger Straßentransportkapazität zur Verfügung im Vergleich zum Mai. Das deutet darauf hin, dass die Nachfrage spürbar angestiegen ist. Allerdings hat diese Entwicklung noch nicht dazu geführt, dass sich die Sportpreise deutlich nach oben bewegt haben. Immerhin, in den ersten beiden Juni-Wochen verteuerten sich Frachtraten auf dem Spotmarkt um 2,9 Prozent.

„Unter der Annahme, dass die Produktion in den kommenden Wochen weiter zunimmt, dürfte sich dies auf die verfügbare Kapazität niederschlagen und könnte zu einer weiteren Preisstabilisierung beitragen“, sagte Oliver Kahrs, Geschäftsführer von Tim Consult, einer Transporeon-Tochtergesellschaft.

Im Jahrersvergleich steht 30,1 Prozent mehr an Lkw-Kapazitäten zur Verfügung

Doch nach wie vor fallen die Zahlen verglichen mit dem Vorjahr unterdurchschnittlich aus. So waren die Überkapazitäten im Vergleich zum Juni 2019 um 30,1 Prozent höher. Die Frachtraten wiederum lagen in den ersten beiden Juni-Wochen 2020 um 14,3 Prozent unter dem Wert des Vorjahres.

Als Ursache für die Aufwärtsentwicklung im Juni im Vergleich zum Vormonat wird „hauptsächlich das Ergebnis der gestiegenen Industrieproduktion“ genannt. So ging in der Automobilindustrie die überschüssige Transportkapazität um 22,4 Prozent zurück, während sich die Preise in diesem Segment im Vergleich zum Mai um 8,5 Prozent verteuerten.

Kahrs erwartet keine schnelle Erholung bei der Preisentwicklung

Doch zeigt man sich bei Tim Consult noch skeptisch, was eine schnelle Erholung betrifft: „Abhängig von der weiteren Entwicklung der Pandemie gehen wir davon aus, dass die Preise zumindest in den nächsten zwei bis drei Monaten deutlich unter dem Vorkrisenniveau bleiben werden“, sagte Kahrs.

Der TMM basiert auf den Spotmarkt-Daten der Transporeon-Plattformen mit über 20 Milliarden Euro Frachtumschlag pro Jahr. Seine Auswertungen werden aus mehr als 1,8 Millionen Frachtaufträgen generiert, die jährlich über den Spotmarkt von Transporeon abgewickelt und anschließend von Tim Consult analysiert werden. (cd)

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Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special AUTOMOBILLOGISTIK & FAHRZEUGTRANSPORTE.

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