Perugia. Als Zukunft des Gütertransports betrachten die Forscher der Universität Perugia ihr Projekt Pipenet. Auch die EU-Kommission glaubt daran und hat jetzt fünf Millionen Euro bereitgestellt, damit in der umbrischen Universitätsstadt eine Teststrecke von drei Kilometern entwickelt wird. Pipenet besteht aus einem System von Röhren. Dank eines Magnetkraftfelds werden darin Kapseln mit hoher Geschwindigkeit transportiert, ähnlich der Magnet-Bahn. Bei einem Röhrendurchmesser von 60 Zentimeter können Pakete bis zu 50 Kilogramm und einem Fassungsvermögen von zirka 200 Litern transportiert werden. Pumpen machen den Raum in der Röhre quasi zum Vakuum und erhöhen damit die Geschwindigkeit. Die Forscher von Perugia haben ausgerechnet, dass in einem nationalen Röhrensystem, Pakete von Sizilien nach Norditalien nur eine Stunde brauchen werden, es können Geschwindigkeiten bis zu 1.500 Stundenkilometer erreicht werden. Im Vergleich zum LKW-Transport verbrauche Pipenet außerdem 2,5 mal weniger Kraftstoff. (rp)
Zukunftsprojekt Pipenet
Italientische Forscher arbeiten an Gütertransport durch Röhrensystem Pipenet