Berlin. Die Gewerkschaft Transnet hat angesichts des Milliarden-Sparprogramms der Deutschen Bahn Lohnzugeständnisse der Mitarbeiter abgelehnt. „Der Konzern erzielt Milliardengewinne, der wichtige Personenverkehr läuft weiter sehr gut“, sagte Transnet-Chef Alexander Kirchner der „Stuttgarter Zeitung“ (Samstag). „Die Lage ist also nicht so dramatisch, dass Lohnzugeständnisse der Mitarbeiter gerechtfertigt wären.“ Seit 2005 hätten die Bahnmitarbeiter zur Beschäftigungssicherung und für den Umbau des Unternehmens auf 5,5 Prozent Lohnzuschlag verzichtet. „Würde die nächste Einkommensrunde verschoben, wäre das eine doppelte Belastung. Das kommt für uns nicht in Frage.“ Auch betriebsbedingten Kündigungen werde die Gewerkschaft nicht zustimmen, sagte Kirchner der Zeitung. Er räumte jedoch ein, die Bahn müsse im Güterverkehr wegen der schwachen Konjunktur möglicherweise einen Umsatzeinbruch von einer Milliarde Euro hinnehmen. Die Gütersparte machte im vergangenen Jahr 4,6 Milliarden Euro Umsatz. Die Bahn hatte als Reaktion auf die Wirtschaftskrise angekündigt, bis zum Jahr 2014 zwei Milliarden Euro im gesamten Konzern einsparen zu wollen, im Güterverkehr auf der Schiene sollen es bereits in diesem Jahr 850 Millionen Euro sein. (dpa)
Transnet: Keine Zugeständnisse der Bahn-Mitarbeiter
Eisenbahngewerkschaft lehnt Verschiebung der nächsten Einkommensrunde ab