"Nein, aber" lautet die offizielle Meinung der österreichischen Industrie zu einer Verlängerung des Transitvertrages über das Jahr 2003 hinaus. Im Grunde streben die Industriellen den freien Warenverkehr quer durch Europa an. Dass in Zukunft Lkw ungehindert durch die Alpenrepublik rollen, können sie sich aber auch nicht vorstellen. Die Vereinigung österreichischer Industrieller hofft deshalb, dass die neue Wegekostenrichtlinie der EU rasch in Kraft tritt und hohe Mautgebühren für sensible Zonen – etwa die Brennerstrecke – ermöglicht. Dann lasse sich der Transitverkehr mit marktwirtschaftlichen Mitteln steuern. Bis es so weit ist, sollte der Transitvertrag weiter gelten. Die von Verkehrsministerin Monika Forstinger angestrebte Junktimierung der EU-Erweiterung mit der Transitfrage will die Industriellenvereinigung aber jedenfalls verhindern. (vr/rv)
Transitvertrag: Zwiespältige Industrie
Industrielle Österreichs hoffen auf Mautgebühren für sensible Zonen wie der Brennerstrecke