Bei ihrem in diesen Tagen stattfindenden Treffen will der österreichische Verkehrsminister Mathias Reichhold seinen italienischen Amtskollegen Pietro Lunardi davon überzeugen, dass Österreich eine Verlängerung der Ökopunkte-Regelung brauche. Lunardi war zuletzt massiv für eine völlige Freigabe des Alpentransits eingetreten. Dem Südtiroler Europaabgeordnete Michl Ebner ist hingegen der Schutz der Tiroler Bevölkerung wichtiger. Im nächsten Schritt soll Kurt Bodewig für eine Punkteverlängerung gewonnen werden. Selbst wenn dies gelingt, ist das Ende der Ökopunkte in spätestens drei Jahren vorprogrammiert. Deshalb setzt sich Reichhold überdies für trilaterale Gespräche zwischen Deutschland, Italien und Österreich ein, um die rasche Annahme der EU-Wegekostenrichtlinie durch die Mitgliedstaaten voranzutreiben. Das würde Österreich eine Steuerung des Lkw-Verkehrs durch hohe Abgaben ermöglichen. (vr/rv)
Transit: Wien umwirbt Italien
Verkehrsminister Reichhold sucht Bundesgenossen für Ökopunkteregelung