Erfurt. Illegale Beschäftigung und Leistungsmissbrauch haben im Vorjahr in Thüringen deutlich zugenommen. Die Prüfer der Arbeits- und Zollverwaltung leiteten fast 11.000 Verfahren ein – rund 20 Prozent mehr als 2001, teilten die Oberfinanzdirektion Chemnitz und das Landesarbeitsamt Sachsen-Anhalt/Thüringen am Freitag mit. Sie setzten Geldbußen von über 6,2 Millionen Euro fest. Das waren 80 Prozent mehr als 2001. Über 2600 Fälle übergaben sie den Staatsanwaltschaften. Betroffen seien vor allem der Baubereich und das Transportgewerbe. Hier seien erhebliche Gesetzwidrigkeiten von Arbeitgebern aufgedeckt worden. Die Verstöße reichten vom Nichtzahlen von Sozialversicherungsbeiträgen und vorgeschriebenen Mindestlöhnen bis zu Steuerhinterziehung. (vr/dpa)
Thüringen: Illegale Beschäftigung und Mindestlohnverstöße stark gestiegen
Schwerwiegende Gesetzesverstöße vor allem im Bau- und Transportgewerbe