Bern. Die Schweiz unterstützt den unbegleiteten kombinierten Güterverkehr (UKV) über die Alpen mit 50 Millionen Schweizer Franken (33 Millionen Euro). Grund seien aktuelle Entwicklungen, die dem Verfassungsauftrag der Verlagerung des Schwerverkehrs auf die Schiene zuwider laufen, heißt es in einem Bericht des Bundesamt für Verkehr (BAV). Demnach existiere ein Preisverfall im Lastwagentransport, der durch die Verfügbarkeit von Billiglohn-Fahrern, die Dieselpreisentwicklung und gestiegenem Konkurrenzdruck entstanden sei. Das BAV hat beschlossen, die Betriebsabgeltungen an die Operateure des Kombinierten Verkehrs (KV) bis zum Jahresende befristet zu erhöhen und ihnen dadurch eine konkurrenzfähige Preispolitik zu ermöglichen. Konkret werde der maximale Abgeltungssatz je Sendung (Container, Sattelauflieger oder Wechselbehälter) von 45 Euro auf 90 Euro erhöht. Der maximale Abgeltungssatz je Zug werde bis Ende des Jahres auf das Niveau des Jahres 2008 angehoben. Bei den aufgebrachten Mitteln in Höhe von 50 Millionen Franken handelt es sich laut Angaben des BAV um „Restmittel“ aus dem Kredit für die Abgeltung des KV, die sonst aufgrund des Verkehrsrückgangs nicht ausgeschüttet würden. Das Parlament hat für das Jahr 2009 für Betriebsabgeltungen an den KV insgesamt 227 Millionen Franken (150 Millionen Euro) angesetzt. (tk)
Schweiz stützt alpenquerenden Schienengüterverkehr
Kampf gegen Preisverfall: Betriebsabgeltungen an die Operateure des Kombinierten Verkehrs werden bis Jahresende erhöht.