Mainz. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat am Nürburgring Fehlinvestitionen der früheren SPD-Alleinregierung unter Kurt Beck eingeräumt. „Wir haben dort überdimensioniert geplant, wir haben falsch investiert, wir haben Fehler gemacht“, sagte sie vor einer Debatte zum Nürburgring am Mittwoch im Landtag in Mainz. Durch Fehlinvestitionen sei „viel Geld“ verloren gegangen. Sie hoffe auf einen Neuanfang mit dem Autozulieferer Capricorn, der den insolventen Ring übernimmt. Über den Kaufpreis von 77 Millionen Euro sagte sie: „Wir hätten uns natürlich alle gewünscht, dass das Land mehr Geld zurückbekommt.“
Am Nürburgring hatte die frühere SPD-Regierung einen Freizeitpark für rund 330 Millionen Euro bauen lassen. Wie viel Geld für die Steuerzahler verloren ist, ist bisher offen. Die Forderungen des Landes an die drei Nürburgring-Gesellschaften belaufen sich auf etwa 544 Millionen Euro. (dpa)
Udo Tannhäuser