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RCA-Vorstand tritt zurück

RCA-Chef Friedrich Macher muss zur Speditionstochter Express Interfracht wechseln
© Foto: Rail Cargo Austria

ÖBB-Chef Christian Kern kündigte umfangreiche Sanierungsmaßnahmen bei der Frachttochter an


Datum:
29.11.2010
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Wien. Die beiden Vorstände von Rail Cargo Austria (RCA), Friedrich Macher und Günther Riessland, haben ihre Funkionen mit sofortiger Wirkung zurückgelegt. Zu diesem Schritt entschlossen sie sich auf Druck des neuen ÖBB-Generaldirektors Christian Kern. Hintergrund ist ein Verlust von rund 300 Millionen Euro, den RCA der ÖBB-Holding in diesem Jahr bescheren wird. Rund 200 Millionen Euro gehen auf das Konto von Rail Cargo Hungaria, etwa 100 Millionen wird das österreichische RCA-Minus ausmachen.

Macher wechselt mit halbierten Bezügen als Geschäftsführer zur Speditionstochter Express Interfracht. Riessland bekommt andere Aufgaben im ÖBB-Konzern; ebenfalls mit reduziertem Entgelt. Mit diesen Rochaden sollen kostspielige Abfertigungszahlungen vermieden werden. Bis zur Regelung der Nachfolge wird der ÖBB-Chef das RCA-Management selbst übernehmen.

Christian Kern kündigte umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an. Bei Rail Cargo Hungaria werden rund 1500 Mitarbeiter ihren Job verlieren. In Österreich stellt man 150 Leasing-Mitarbeiter und weitere 650 Arbeitnehmer frei. Sie werden nicht mehr benötigt, weil Kern unrentable Verkehre einstellen will. Neben Massengutsendungen dürften davon in erster Linie Teile des Containerverkehrs betroffen sein. Bei RCA rechnet man deshalb mit einem Rückgang des Transportvolumens (derzeit 120 Millionen Jahrestonnen) um zehn bis 15 Prozent. Ab 2013 soll das Unternehmen wieder schwarze Zahlen schreiben. (rv)

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