London. Nach fast sechs Monaten haben somalische Piraten am Donnerstag den Frachter "Charelle" und seine zehnköpfige Besatzung freigegeben. Das teilte die EU-Marinemission Atalanta im englischen Northwood mit. Angaben zu Lösegeldforderungen machte Atalanta nicht. Das Schiff war am 12. Juni vor der Küste des Sultanats Oman gekapert worden. Die Piraten waren äußerst brutal vorgegangen und hatten erstmals in Gewässern des Oman ein Schiff angegriffen. Nun befinden sich nach Angaben eines Atalanta-Sprechers noch zehn Schiffe mit 254 Besatzungsmitgliedern in der Hand somalischer Seeräuber. Die "Charelle" war früher ein deutsches Schiff. Der jetzige Besitzer Tarmstedt International ist im Inselstaat Samoa registriert. Das Schiff fährt unter der Flagge von Antigua und Barbuda und wird von einer Reederei in Neuseeland betrieben. (dpa)
Piraten geben Frachter "Charelle" frei
Nach fast einem halben Jahr sind die zehn Besatzungsmitglieder wieder frei / keine Angabe zu Lösegeldforderungen