MAN schließt weitere Übernahmen trotz ERF-Desaster nicht aus

11.04.2002 16:16 Uhr

Der Konzern leidet nach wie vor unter rückläufigen Zahlen

Trotz der schlechten Erfahrungen mit der Übernahme des britischen Lastwagenherstellers ERF schließt der Nutzfahrzeug- und Maschinenbaukonzern MAN weitere Übernahmen nicht aus. "Es wäre falsch, jetzt aus Angst vor Fehlschlägen gar nichts mehr zu tun", sagte MAN-Chef Rudolf Rupprecht am Donnerstag in München. Auch künftig werde MAN seine Struktur auf der einen Seite durch Übernahmen, auf der anderen Seite durch gezielte Verkäufe optimieren. Konkrete Übernahmepläne gebe es derzeit aber nicht. Bei ERF waren im vergangenen Jahr Bilanzfälschungen im großen Stil aufgeflogen, die den MAN-Konzern mit 187 Millionen Euro belasteten. Nach einem Gewinneinbruch im Jahr 2001 hat der Maschinen- und Nutzfahrzeugkonzern im ersten Quartal des laufenden Jahres weiter an Fahrt verloren. Der Umsatz sei nach vorläufigen Zahlen um acht Prozent auf 3,1 Milliarden Euro zurück gegangen, sagte Rupprecht. Der Auftragseingang fiel noch stärker um 17 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. Zahlen zur Ertragslage gab das Unternehmen noch nicht bekannt. Für das Gesamtjahr rechnet MAN mit einem Umsatz in einer Größenordnung von 15,5 Milliarden bis 16 Milliarden Euro. Dazu sollen vor allem die Kosteneinsparungen beitragen, die den bereits eingeleiteten Abbau von insgesamt 6000 Arbeitsplätzen einschließen. (vr/dpa)

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