Nürnberg. Aufgrund gedämpfter Konjunkturerwartungen hat die Fraunhofer Arbeitsgruppe für Technologien der Logistik-Dienstleistungswirtschaft (ATL) ihre Prognosen für die Entwicklung der Logistikwirtschaft in 2009 korrigiert. Demnach geht das Forscherteam in Nürnberg im schlechtesten Fall von einem Minus von neun Prozent gegenüber den prognostizierten Zahlen für 2008 aus. Das entspräche einer Marktgröße von rund 200 Milliarden Euro. Im besten Fall könnten rund 220 Milliarden Euro erreicht werden – Kostensteigerungen für zusätzliche Maut-, Treibstoff- oder Personalausgaben eingerechnet. Das wahrscheinlichste Ergebnis liegt nach Einschätzung der Experten zwischen den beiden Szenarien. Die Forscher raten deutschen Logistikdienstleister deshalb zur Optimierung ihrer Netzwerke und Prozesse, der Identifizierung und Vermarktung intelligenter Mehrwertleistungen sowie Gewinnung von Outsourcing-Projekten. Wie Fraunhofer ATL mitteilte, gilt diese Vorhersage nicht für den gesamten Markt. So würden Teilbereiche wie die Kontraktlogistik oder die Logistik für Güter des täglichen Bedarfs weiter wachsen und kaum Rückgänge verzeichnen. (ag)
Konjunkturentwicklung dämpft Entwicklung der Logistikwirtschaft
Fraunhofer Forscherteam prognostiziert für 2009 ein Minus von neun Prozent