Italienische Regierung nimmt Angebot für Alitalia-Verkauf an

20.11.2008 13:38 Uhr
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Alitalia hat inzwischen einen Schuldenberg von 2,3 Milliarden Euro (Bild: ddp)
© Foto: ddp

Private Investorengruppe CAI kommt zum Zug: Verkaufspreis soll 1,052 Milliarden Euro betragen

Rom. Die italienische Regierung hat das Angebot für die Übernahme der maroden nationalen Fluggesellschaft Alitalia durch die private Investorengruppe CAI angenommen. Wie der Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Claudio Scajola, am Mittwochabend in Rom mitteilte, soll der Verkaufspreis 1,052 Milliarden Euro betragen. Die Investorengruppe CAI hatte ursprünglich eine Milliarde Euro geboten. Scajola gab damit dem Insolvenzverwalter Augusto Fantozzi die Erlaubnis, den Vertrag zu unterzeichnen. Die neue Fluglinie soll am 1. Dezember gegründet sein. "Das Unternehmen Alitalia ist auf dem Weg zu einer Lösung", sagte Ministerpräsident Silvio Berlusconi. Der Plan der Investoren sieht vor, 12.500 der etwa 17.000 Arbeitsplätze der Alitalia zu erhalten und das gesundgeschrumpfte neue Unternehmen mit der privaten italienischen Fluggesellschaft Air-One zu verschmelzen. Gesucht wird noch ein europäischer Partner wie Air France/KLM oder Lufthansa. Wer dies sein wird, soll bis Ende Dezember geklärt sein. Nach italienischen Medienberichten vom Donnerstag hat das französisch-niederländische Unternehmen die besseren Chancen, bei der neuen italienischen Fluggesellschaft einzusteigen. Berlusconi hatte sich allerdings nach einem Gipfeltreffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstag in Triest für Lufthansa als Partner ausgesprochen. Alitalia hat inzwischen einen Schuldenberg von 2,3 Milliarden Euro. Das Unternehmen wird unter anderem wegen der Entlassungspläne von Streiks erschüttert. Etwa 100 Alitalia-Flüge fallen täglich aus. Air France könnte sich den Medienberichten zufolge über eine Kapitalerhöhung für 200 Millionen Euro mit 20 Prozent der Anteile an der neuen italienischen Fluggesellschaft beteiligen. Air France und Alitalia arbeiten bereits in dem Luftfahrtbündnis SkyTeam zusammen. (dpa)

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