München. In der deutschen Exportwirtschaft steigt nach der langen Rezession die Zuversicht. Der Exportklima-Index des Münchner ifo-Instituts ist zum fünften Mal in Folge gestiegen und liegt nun wieder auf dem Niveau des Herbsts 2007. Das berichtete am Wochenende die „Wirtschaftswoche“ als Auftraggeber der Untersuchung. Der Index legte nach einem Stand von 0,6 im Juli erneut um 0,1 Punkte zu. Grund sei vor allem die bessere Stimmungslage bei Unternehmen und Kunden der großen Handelspartner in den USA und Europa. Auch in Japan, der zweitgrößten Volkswirtschaft der Erde, seien die Erwartungen gestiegen. Nach Deutschland und Frankreich melde das ostasiatische Land als dritte führende Wirtschaftsnation wieder Wachstum. Zwischen April und Juni stieg das Bruttoinlandsprodukt dort erstmals seit mehr als einem Jahr wieder. Auch der ifo-Geschäftsklimaindex für die bayerische Metall- und Elektroindustrie, der sich aus den Erwartungen und der Beurteilung der aktuellen Geschäftslage zusammensetzt, ist im Juli zum zweiten Mal in Folge gestiegen. Mit einem Wert von minus 33 Punkten liegt er sieben Punkte über dem Juniwert. Schlechter beurteilen die Betriebe allerdings ihre aktuelle Situation. Der Lageindex liegt den Angaben zufolge nach einer Verbesserung um 1,7 Punkte bei -60,9 Punkten und damit immer noch unter dem tiefsten Stand, der bei der letzten Krise 1993 gemessen worden war. Damals hatte der Wert bei -55,2 Punkten gelegen. Zur weiter miserablen Lageeinschätzung dürfte auch die andauernde Exportflaute der bayerischen Metall- und Elektrobetriebe beitragen. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres lagen ihre Ausfuhren im Schnitt um 28 Prozent unter dem Vorjahresniveau. „Die Lage der bayerischen M+E-Industrie bleibt angespannt“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Metallarbeitgeberverbände BayME und VBM, Bertram Brossardt, zu den Zahlen. (dpa)
ifo-Exportklima steigt zum fünften Mal in Folge
Zuversicht steigt / Index klettert auf 0,7 Punkte / Niveau des Herbsts 2007 erreicht