Genf. Die International Air Transport Association (IATA) hat ihre Finanzprognose für das Jahr 2009 revidierte und rechnet für den globalen Luftverkehr mit Verlusten in Höhe von 4,7 Milliarden US-Dollar. Noch im Dezember 2008 lag die Prognose bei 2,5 Milliarden US-Dollar. Als Ursache gibt die Organisation die rapide Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf Grund der Finanzkrise an. Die Umsätze in der Luftfahrtindustrie werden in diesem Jahr um rund 11,7 Prozent (63 Milliarden US-Dollar) auf 467 Milliarden US-Dollar sinken, heißt es in einer Mitteilung. „Die derzeitige Lage in der Luftfahrtindustrie ist sehr düster“, warnte Giovanni Bisignani, Director General und CEO der IATA. Für den Frachtbereich wird ein Minus von 13 Prozent vorhergesagt. Im Dezember 2008 rechnete die IATA noch mit einem Rückgang von fünf Prozent im Cargo-Sektor. Die Renditen werden der IATA zufolge um 4,3 Prozent sinken. Mit erwarteten 50 US-Dollar pro Barrel werden die Kosten für Kerosin rund 25 Prozent der operativen Kosten ausmachen (2008: 32 Prozent bei durchschnittlich 99 US-Dollar pro Barrel). Zusammen mit der geringeren Nachfrage werden die Gesamtausgaben für Treibstoff auf 116 Milliarden US-Dollar fallen (2008: 168 Milliarden US-Dollar). 2008: Verluste steigen auf 8,5 Milliarden Dollar Zugleich passte die IATA die Verluste für 2008 von 5 Milliarden US-Dollar auf 8,5 Milliarden US-Dollar an. Das vierte Quartal des Vorjahres sei besonders schwierig gewesen, da die Fluggesellschaften große Verluste u.a. durch den starken Rückgang im Frachtbereich meldeten.
IATA: Luftfahrtverband revidiert Finanzprognose
Verluste von 4,7 Milliarden Dollar erwartet / Umsätze sinken um rund zwölf Prozent