Hannover. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) soll das Thema 25-Meter-LKW wieder zu einem Bestandteil der laufenden verkehrspolitischen Diskussion machen. Dafür tritt Niedersachsens Verkehrs- und Wirtschaftsminister Walter Hirche (FDP) ein, nachdem eine Studie der EU-Kommission positive Wirkungen der überlangen LKW auf die Umwelt und die Wirtschaftlichkeit der Transportabläufe in Europa bestätige. Mit dieser aktuellen Dokumentation aus Brüssel habe Tiefensee keinen Grund mehr, seine „ohne Sachargumente betriebene Blockadehaltung aufzugeben“, so Hirche. Vielmehr sei es jetzt an der Zeit, in einen ernsthaften, konstruktiven Dialog mit den Ländern und der EU einzutreten“, mahnt der FDP-Politiker an, der sich Ende Februar aus der aktiven Politik zurückziehen wird. Denn trotz der gegenwärtigen Delle in den Transportleistungen werde das Verkehrsaufkommen mittel- und langfristig weiter zulegen. Der 25-Meter-Lastzug könne aufgrund seiner größeren Ladevolumina einen nachhaltigen Beitrag zur Entlastung des Verkehrsaufkommens leisten. Hirche sieht in den „Kernergebnissender EU-Studie die bereits in Niedersachsen während des ab Juli 2006 über mehrere Monate hinweg durchgeführten Pilotversuchs bestätigt: „Mehr Effizienz beim Transport, weniger Betriebskosten bei rund 30 Prozent Treibstoffersparnis und 30 Prozent Schadstoffreduzierung“, so der Minister weiter. Er kündigte zugleich an, diese wissenschaftlich abgesicherten Ergebnisse der EU-Kommission zur Verfügung zu stellen. (eha)
Eurocombi: Niedersachsen fordert das Ende von Tiefensees „Blockadehaltung“
Verkehrsminister Hirche sieht durch die aktuelle EU-Studie zum 25-Meter-LKW den niedersächsischen Feldversuch bestätigt